Sonntag, 13. September 2009
Video sorgt für Aufregung
Polizist prügelt auf Demo
Am Rande einer Demonstration gegen staatliche Überwachung in Berlin ist es gestern zu einem Zwischenfall gekommen. Ein Video zeigt, wie ein Polizist auf friedliche Teilnehmer des Protestes einschlägt. Die Polizei ermittelt in den eigenen Reihen.
Der Ausschnitt aus dem Video zeigt, wie ein Polizist den Demonstranten gewaltsam wegzerrt.
Bei einer Demonstration von rund 20.000 Menschen in Berlin gegen den "Überwachungswahn" ist die Polizei gegen einzelne Teilnehmer mit Schlägen und Tritten vorgegangen. Nach einem auf dem Internetportal "Youtube" veröffentlichten Video dazu ermittelt die Polizei jetzt wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt in den eigenen Reihen, wie ein Polizeisprecher sagte.
Das Video zeigt, wie ein Radfahrer bei der Demonstration "Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn" von einem Polizisten am Hemd gezogen und ins Gesicht geschlagen wird. Danach wird der Mann von mehreren Polizisten zu Boden gezerrt und getreten. Ein anderer Teilnehmer trug nach einem Schlag eine blutende Nase davon.
LKA ermittelt
Mitarbeiter des Landeskriminalamts arbeiteten mit Hochdruck an der Aufklärung des Zwischenfalls, sagte der Polizeisprecher. Die Echtheit des Videos werde nicht bestritten. Problematisch sei jedoch, dass es nicht die Vorgeschichte zeige.
Die Demonstration sei weitgehend friedlich verlaufen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Sie sprach von 10.000 Teilnehmern, die Veranstalter von 20.000 Demonstranten, die gegen Internet-Sperren und die sogenannte Vorratsdatenspeicherung protestierten. Zu der Demonstration hatten Gewerkschaften, Parteien, Bürgerinitiativen, Menschenrechtsorganisationen und Berufsverbände aufgerufen. Auf Plakaten forderten die Teilnehmer unter anderem "Keine Festung Europa: Frei denken! Frei bewegen! Frei Sein!"
Polizei wollte Wagen überprüfen
Die Demonstration verlief ansonsten völlig friedlich.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Zu dem gewalttätigen Übergriff kam es nach Angaben der Polizei, als rund 700 Angehörige des sogenannten "antikapitalistischen Blocks" in Berlin-Kreuzberg von der angemeldeten Wegstrecke abweichen wollten und die Polizei dies verhinderte. Aus einem Lautsprecherwagen sei zu Straftaten aufgerufen worden. Als die Polizisten den Wagen überprüften, seien sie aus der Menge vereinzelt mit Flaschenwürfen angegriffen worden, dabei sei aber niemand verletzt worden.
Besonders massiv habe ein 37-jähriger Mann gestört, der in dem Video als Radfahrer zu erkennen ist. Ihm sei wiederholt ein Platzverweis erteilt worden, dem er aber nicht nachgekommen sei. Daraufhin nahmen ihn die Beamten fest, heißt es zu der Gewaltszene in dem Video. "Der 37-Jährige erlitt bei seiner Festnahme Verletzungen im Gesicht und kam zur Behandlung in ein Krankenhaus."
Im Nebentext zum Video hieß es dagegen, der Radfahrer wollte Anzeige gegen einen Beamten erstatten, der zuvor einen Freund "unter unfreundlichen Umständen festgesetzt" hatte. Ob der 37-Jährige Anzeige erstatten wollte, konnte der Polizeisprecher noch nicht bestätigen. Die Organisatoren zeigten sich bestürzt. "Uns ist völlig unverständlich, wie die Polizei so agieren konnte." Sie forderten die lückenlose Aufklärung des Vorfalls.
dpa
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Vorgeschichte hin oder her, der Mann geht eindeutig weg, und macht keine Anstalten selbst in irgendeiner Form gewalttätig zu werden, bzw. sich aktiv einer Festnahme zu widersetzen. Ein Schlag ins Gesicht ist gefährliche Körperverletzung und in keinster Weise eine angemessene Reaktion gewesen. EGAL was vorher passiert ist!
Also das ganze hier zu bewerten stellt sich meiner Meinung nach schwierig dar.
Das Video ist einfach zu kurz.
Natürlich ist eine lückenlose Aufklärung notwendig. Diese sollte aber auch das Verhalten einiger Störer gegenüber den eingesetzten Beamten beinhalten. Ein eventuelles Fehlverhalten eines Beamten rechtfertigt keine körperlichen Angriffe gegen Polizeibeamte!
Na klar, da hat sich die Polizei nach langem hin und her dann doch noch ne Geschichte einfallen lassen. Der Mann hat massiv gestört, Jawoll. Das Video zeigt aber eher, dass er mit dem Poilzisten gesprochen hat. Ziemlich störend war das, insbesondere das notieren von Daten ( Name der Polizisten?) und wohl auch ziemlich provozierend. Was mich aber am meisten beunruhigt ist die Tatsache, das eine ganze Reihe anwesender Polizisten ihren Kollegen nicht nur nicht beim Ausrasten unterbrechen, sondern sofort einen Kreis bilden um den Kollegen ungestört weiter prügeln lassen zu können. Auch das der Verletzte im Polizeiwagen und nicht im Krankenwagen abtransportiert wird und erst dann ins Krankenhaus kommt, zeigt, dass sich die Polizisten ihrer gesetzwiedrigen Tat voll und ganz bewusst sind. Im Polizeigewahrsam kann man ja noch mal auf den Störer "einwirken". Nicht das der sich etwa nochmal beschwert. Blöd nur, das alles aufgezeichnet wurde. Für mich klare Rechtsangelegenheit: Schwere Körperverletzung, unterlassene Hilfeleistung sowie Unterstützung einer Straftat seitens der Kollegen, unterlassene (sofortige) medizinische Hilfeleistung. Bin echt gespannt wie das ausgeht.Nur das die Prügel-Polizisten dafür wirklich gerade stehen müssen, wage ich zu bezweifeln. Da der ganze Zug zusammenhalten und weiter Geschichten an den Haaren herbeiziehen wird , werden die maximal woandershin versetzt, sind halt Beamte.
Ich glaub nicht das was passieren wird die Beamten werden sich gegenseitig Decken. Es wird sich im Sande verlaufen es ist ja nicht das erste mal das sowas passiert.
Auch in Deutschland ist es schwierig gegen gewisse Polizisten anzugehn. Ich find das einfach schade das solche Taten ein ganzen Berufsstand verruf bringen und eine nicht vollständige Aufklärung des falls diese Meinung nur unterstützen wird .
Egal wie die Vorgeschichte verlaufen ist, für eine Festnahme wegen nichtbefolgen eines Platzverweises ist die angewande Gewalt mehr als überzogen.
Eine Festnahme aus diesem Grund rechtfertigt in keinster Weise eine solche Brutalität.
hier gibt es eine entwackelte version des videos. damit sollte sich jeder ein ordentliches bild der situation machen können.
http://www.youtube.com/watch?v=MblJPhoggpY
Aus dem Wagen wurde zu keinen Straftaten. Das letzte was ich hörte, bevor die sich von den Anwesenden verabschiedeten, so was wie bleibt sauber. Auch sind die nicht von der vorgegebenen Route abgewichen. Als ich ging, war der Demo-Umzug zu ende und bis dahin der Wagen immer in meiner Nähe.
Und auf dem Video ist deutlich zu sehen, dass der Radfahrer sich entfernen möchte. Wie kommt man denn sonst einem Platzverweis nach??? Der Beamte zwingt ihm dagegen mit Gewalt am Ort zu verweilen.
Der Zweite, der angeblich eine Befreiung versucht hat, wird ohne Vorwarnung von hinten Angegriffen und ins Gesicht geschlagen. Das ist nicht nur ein feiger Angriff, sondern verstößt klar gegen geltendes Recht.
Auch ist weder eine größere Menge Demonstranten zu sehen, noch geworfene Flaschen!!!
"Diese [lückenlose Aufklärung] sollte aber auch das Verhalten einiger Störer gegenüber den eingesetzten Beamten beinhalten."
Nein, sollte es nicht. Wenn Gewalt gegen einen Demonstranten damit begründet wird, dass sich ANDERE Demonstranten nicht benommen haben, dann
wäre im Umkehrschluss Gewalt gegen alle Polizisten vor Ort angemessen gewesen, weil sich ja offenbar einige davon der schweren Körperverletzung strafbar gemcht haben.
So traurig es ist, solche Szenen gehören leider zum Alltag (nicht nur) in Berlin. Ich persönlich traue mich seit einigen Jahren nicht mehr auf Demonstrationen, da man vor Übergriffen leider nicht gefeit ist. Gewalt ist nicht zu tolerieren, egal wer sie ausübt. Wenn die Ordnungskräfte kein Vorbild sind, dann ist das sehr traurig (aber leider eben nicht unüblich). Selbst wenn der Mann in dem Video vorher gewalttätig geworden ist (was nicht erkenntlich ist), dann ist es trotzdem nicht zu rechtfertigen mit welch roher und brutaler Gewalt gegen ihn vorgegangen wird. Ein Polizist hat die Pflicht Recht und Ordnung zu schützen und problematische Situationen möglichst ohne Gewalt, oder mit dem niedrigst möglichen Maß an Brutalität zu bewältigen.
und selbst wenn der prügelnde Beamte namentlich gemacht wird, der korpsgeist wird schon für hilfreiche zeugen sorgen. und sollte dies auch nicht helfen kommt trotzdem nicht bei raus.
(2008 gab es 636 anzeigen wegen kv im amt [berliner lapo], daraus resultierten 615 verfahrenseinstellungen und keine einzige verurteilung). rest wird wohl offen sein, oder hintern schrank gerutscht.
wirklich alles engel in uniform.
eben ein schnitt durch die gesellschaft.
darum: kennzeichnungspflicht für alle beamten und dringend nachhilfe in grundrechtsfragen.
Es kommt auf den einzelnen Polizisten an, wie er mit seinen Rechten und Pflichten umgeht.
DIESE Polizisten-Herren gehören jedenfalls bestraft!
Der Fall ist ganz klar. Der Mann notiert sich den Namen eines Polizisten und entfernt sich dann friedlich. Dann wird er zurückgerissen und erhält den ersten brutalen Gesichtsschlag. Entweder Polizisten im Schnellverfahren verurteilen oder die Fotos der Prügler veröffentlichen.
Das sind keine Polizisten und gehören nicht in den Polizeidienst.
Nino hat das Video wohl nicht gesehen.
Die Wiederstände und die zahl der Körperverletzungsdelikte gegenüber Vollstreckungsbeamte sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Es ist normal und sogar erforderlich das die Polizei konsequent durchgreifen muss aber eine Unverhältnissmäßige Gewaltanwendung darf nicht toleriert werden, denn wir brauchen keine Prügelpolizei. Man darf aber nicht vergessen das die Polizeibeamten mit viel Respektlosigkeit zu kämpfen haben und sehr oft selbst zum opfer werden, was man aber in den Medien eher weniger zu sehen kriegt und für keine große Aufregung sorgt.
Ich habe das 200 MB große HiQ Video gesehen.
Der Sachverhalt stellt sich meines Erachtens so da:
Der penetrante Demonstrant versperrt mit seinem Rad den Weg und wedelt mit Zettel und Stift. Offenbar haben die Polizisten es eilig und wollen mit ihren Bussen wenden. Er wird sehr oft und sehr bestimmt -wie auch andere Demonstranten- in die linke Seite des Bildes verwiesen. Offensichtlich soll er den Platzin diese Richtung räumen oder die Anzeige abseits durchführen. Er weigert sich jedoch zunächst, und entfernt sich schließlich nach RECHTS. Daraufhin zerrt der Beamte ihn in sehr grober Art zurück. Anschließend kann man erkennen, dass er zwischen den Beamten durchflüchten möchte, während 3 andere Personen-augenscheinlich dem linken Spektrum zuzuordnen- (unter anderem der Nasenbluter) versuchen, ihn zu befreien bzw. eine Befreiung durch Anzettelung eines Tumults in die Wege zu leiten. Dabei laufen sie zeitnah in die einschlagende Faust eines weiteren Grobians.
Ich bin mir sicher, dass die internen Ermittlungen, nicht zuletzt aufgrund des Videos, zu einem fairen Richterspruch führen werden.
Meiner Ansicht nach war dieser Zwischenfall jedoch in hohem Maße provoziert. Das linksextreme Spektrum(siehe T-Shirts und Kaputzenpullis) sollte daraus lernen, sich der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit nicht in den Weg zu stellen und ihre Anweisung - die der Sicherheit aller Beteiligten dienen - zu folgen!
Uns wird "Sicherheit" aufgezwungen gegen Terror, den es nicht einmal gibt. Der Staat möchte in unsere Wohnzimmer und unsere Computer schauen. Alles für unsere "Sicherheit"... Wer schützt uns denn vor schlagenden Beamten und Totalkontrolle? Solche Videos sind gut und leider zu selten. Der Staat will Überwachung und Sicherheit? Gut, dann werden wir jetzt den Staat überwachen und mit solchen Videos die Wahrheit ans Licht bringen, was unser Staat wirklich für uns tut!
Das Video ist nicht wirklich aussagekräftig. Bei 0:35 Min. sieht man wie der Herr, der am Ende blutet, sich irgendwie körperlich einmischt. Ein Video aus einem anderen Winkel hätte vielleicht etwas anderes gezeigt. Treten, Beißen, Kneifen, Griff zu einem Gegenstand? Wer weiß?! Außerdem zeigt das Video nur einen bestimmten Zeitabschnitt.
Mich persönlich wundert der gesamte Bericht, nach meiner Erfahrung ist das brutale Vorgehen des Beamten regelrecht 'normal', besonders bei kleineren Demos und/oder Einsätzen.
Letztlich wird ein Bericht geschrieben, Selbiger von verschiedenen Beamten unterschrieben und somit hat der Kläger kaum eine Chance auf eine rechtmässige Aufklärung des Falles.
Es gibt ein weiteres Video zu diesem Vorfall, das kurz vorher aufgenommen wurde und den Radfahrer zeigt:
http://www.youtube.com/watch?v=JNSW8KaAZ-U
er wird dabei gestossen und ruft etwas wie: "Körperverletzung - Geben sie mir ihre Dienstnummer/identifizieren sie sich"
http://www.youtube.com/watch?v=0J0uEdG6y5E
Diese Version zeigt - meiner Ansicht nach - dass der betreffende Mann mit dem Fahrrad eine eindeutige Weisung des Polizeibeamten nicht befolgt hat. Der andere Polizeibeamte ergriff diese Person dann um die Weisung durchzusetzen. Dabei wurde unmittelbarer Zwang in Form von körperlichem Zwang eingesetzt. Verbale Anweisungen scheint der Betroffene zuvor nicht befolgt zu haben.
Zu welchem Zweck die Anweisung von Seiten des Polizeibeamten erfolgt ist (die Örtlichkeit auf einem bestimmten Weg zu verlassen) wird aus dem Video nicht ersichtlich. Dies spielt in Bezug auf die Vorwürfe gegenüber der Polizei auch keine Relevanz.
Vielmehr wird ersichtlich, dass nach Durchsetzung der polizeilichen Anordnung massive Gewalt durch übrige Personen gegenüber der eingesetzten Vollzugsbeamten ausgeübt wird.
Die Festnehme / Ingewahrsamnahme (nach Nichtbefolgen eines polizeilichen Platzverweises) wird duch übrige Personen massiv erschwert. Zur Durchsetzung wird hier erneut unmittelbarer Zwang von Seiten der Polizei ausgeübt um die Maßnahme durchzusetzen und die Festnahme / Ingewahrsamnahme zu vollziehen.
Zusammengefasst ist es - soweit es aus dem Video zu entnehmen ist - vor allen Dingen auf übrige Störer zurückzuführen, dass von Seiten der Polizei körperlicher Zwang eingesetzt werden muss. Ob es dabei auch zu Überreaktionen von Seiten eingesetzter Beamten gekommen ist, bleibt meiner Ansicht nach der Sachverhaltsklärung von Seiten des LKA überlassen. Für alle Beteiligten sollte hier die Unschuldsvermutung gelten.
Lieber Nino!
Leider muss ich Dir mitteilen, dass es sich nicht um das Fehlverhalten "eines" Beamten handelt sondern solche brutalen Übergriffe in Deutschland an der Tagesordnung sind. Polizeialltag sozusagen. Aber sei beruhigt... solche Bilder werden Dir mit Sicherheit in Zukunft erspart bleiben. Nicht, weil es solche brutalen Polizeiübergriffe nicht mehr geben wird, vielmehr wird man, wie in Frankreich bereits geschehen, das filmen von Polizei-Gewalt unter Strafe stellen. So muss niemand mehr diese schlimmen Bilder zu Gesicht bekommen. Im Sinne von Zensursula würde ich sagen: da muss ein STOP-Schild her.
"Besonders massiv habe ein 37-jähriger Mann gestört,der in dem Video als Radfahrer zu erkennen ist."
Hat er zu dolle geklingelt? Stelle ich mir schwierig vor, gepanzerte Polizeibeamte ernsthaft herauszufordern und nebenbei noch ein Fahrrad zu schieben.
NTV zitiert artig die Polizei-Pressemitteilungen, ohne sich von deren Darstellung zu distanzieren.
Gehören ja nicht zur Zielgruppe, die ewig nölenden Plebs, die da aufs Maul kriegen!
@Nino: Was haben Sie für ein Problem? Die "Aufklärung" der Polizei ist doch bereits "lückenlos".
Kein Einzellfall ! Augenscheinlich ist, dass der Polizeibeamte völlig überzieht und seine Kollegen nichts anders zu tun haben, dessen vorgehen abzudecken. Daraus ergibt sich der Verdacht, dass aus strukturelle Defizite im Polizeiapparat Gewalt resultiert, wenn diese nicht gar gefördert wird.
Das Video zeigt wie immer nur einen Ausschnitt und nicht die ganze Situation. Von dem Wagen im Hintergrund wurde im Rahmen der Demo zu Straftaten aufgefordert. Dieser Wagen wurde nun von den Polizeibeamten überprüft. Daraufhin haben sich eine Vielzahl von Personen um diesen Wagen versammelt und sind den polizeilichen Aufforderungen - sich zu entfernen - nicht nachgekommen. Warum der Beamte den Radfahrer nun doch nicht ziehen lassen wollte (eventuell sollte noch eine Personalienfeststellung durchgeführt werden zur Gefahrenabwehr oder Strafverfolgung)lässt sich in diesem Video nicht genau erkennen. Zu erkennen ist aber, dass sich der Radfahrer gegen das Zurückziehen des Polizeibeamten stemmt, u. U. verwirklicht er damit schon den Tatbestand des Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte (Straftat). Das eigentliche Problem sind aber die anderen umstehenden Personen, die auf einmal Ihrem "Freund" helfen wollen und diesen von dem Polizeibeamten wegziehen wollen. Dass dieses Verhalten die Polizei natürlich nicht billigen kann (es gibt auch den Straftatbestand der versuchten Gefangenbefreiung) liegt auf der Hand. Und nun beschweren sich die, die erst durch ihr Handeln (versuchte "Befreiung des Radfahrers") zu dieser Easkalation beigetragen haben. Jeder sollte sich vor seinem Handeln einmal die möglichen Konsequenezen überlegen und nicht nachher nur jammern und den "schwrzen Peter" anderen zuschieben.
Aber es ist ja einfach und entspricht offensichtlich auch dem Zeitgeist, sich schon ein Urteil zu bilden, ohne alle Fakten zu kennen. Ab und zu hilft es schon sich einfach mal ein paar Gedanken zu Ursache und Wirkung zu machen.
Wer einen Polizeibeamten bei einer vermeintlichen Festnahme behindert oder angreift, bzw. versucht den "Festgenommenen" z. B. durch Wegziehen zu befreien, darf sich nicht wundern, wenn die Polizei versucht diese Straftaten zu verhindern z. B. auch mit einfacher körperlicher Gewalt.
@Andreas Wasert
Ich werde mich hier sicherlich nicht zu einer Diskussion verleiten lassen, da dies hier sicherlich kein Forum darstellt.
Die Aufklärung der Polizei läuft doch derzeit mit Vorrang beim zuständigen Landeskriminalamt.
Dies ist in allen seriösen Medien auch erwähnt worden.
Diese Parolen hier, dass das "eh alles im Sande verläuft", sind Unsinn. Mit unbestätigten Zahlen zu spielen genauso.
Einfach mal abwarten was die Ermittlungen ergeben und nicht einfach pro Forma gegen die "böse" Polizei propagandieren. Kann es nicht auch sein, dass auch massive Gewalt gegen die Polizei im Rahmen des Vorkommnisses angewandt worden ist. Oder ist dies dann legitim. Wohl kaum. Gefangenenbefreiung ist kein Kavaliersdelikt und legitim schon garnicht!
Für mich Eindeutig eine Übertriebene Anwendung von Gewalt. Der Mann redet eindeutig ruhig mit dem Polizisten, geht dann weg. Der Polizist ist beim Festhalten des Mannes wenig Professionell, er packt ihn wie bei einer Kneipenschlägerei am Kragen, und stachelt somit die Agression an. Auch bei dem Mann der später mit Nasenbluten dort steht, geht die Polizei wenig Profesionell vor,
der Ausdruck einfache körperliche Gewalt ist schon zutreffend, denn es wird ihm einfach Stupide in die Fresse gehauen, auch wenn hier unter Umständen Polizeiarbeit behindert hätte er mit sanfteren mitteln abgedrängt werden können.
Die Aussage solcher Polizeiaktionen ist aber eindeutig, bei Demonstrationen kann es zu jeder Zeit passieren das auch ein Friedlicher Teilnehmer Opfer Polizeilicher Gewalt wird oder evtl sogar abgeführt. Das führt natürlich dazu das evtl Friedliche Bürger Angst davor haben an einer Demonstration teilzunehmen.
Die Vorgeschichte ist für mich im zusammenhang mit den dort gezeigten Bildern kein Entscheidungskriterium, das ein solches Eingreifen rechtfertigen könnte.
Hier wird einem Mann, der ein Rad schiebt, brutal ins Gesichtgeschlagen. Gewaltaktionen in diesem Ausmaß sieht man selbst bei privaten Auseinandersetzungen sehr selten. Das sind aber Plizisten. Die sind für solche Situationen eientlich ausgebildet und es wäre ein leichtes gewesen, dem Radfahrer handschellen anzulegen und ihn zu isolieren, wenn es die Lag denn verlnagt hat.
So ist es eine Straftat des/der Beamten, die es aufzuklären und entsprechend zu bestrafen ilt und man kann nur froh sein, das es keine Reaktion auf dies Aktion gab. Denn, es ibt natürlich auch bei dem Demonstranten schwarze Schafe, die solche Situationen gerne nutzen um das Ganze dann vollends eskalieren zu lassen.
Schon intressant... und ich hab mich wirklich gefragt, wieso Polizisten immer schwerer Rückhalt in der Bevölkerung finden... und dann eine propagandistische Pressemeldung der Polizei.
Die Einsatzkräfte wollen wohl dafür sorgen, dass zukünftig jede Demo endet wie der 1.Mai in Kreuzberg. Aus jeden Fall sind sie auf dem besten Weg dazu. .. CONGRATULATION
Die Demonstranten sind ja alle lieb! Lasst doch die Polizei mein nächsten Mal zuhause. Wenn alle Demonstranten friedlich sind passiert ja nichts. Soweit die Theorie. Vielen geht es doch nur um die Schlägerei - der Grund der Demo ist doch egal (siehe Schanzenviertel). Von mir aus kann überall eine Kamera hängen die mich überwacht. Sie überwacht ja auch die ganzen Assis die überall rumlungern.
"zitat:
Der Ausschnitt aus dem Video zeigt, wie ein Polizist den Demonstranten gewaltsam wegzerrt."
wegzerrt hiesse von sich enfernen, wir sehen eindeutig wie ein polizist den "demonstranten" gewaltsam zu sich zerrt. und hier sehen wir auch keinen demonstranten, sondern jemanden der im gewühl ein fahrrad bei sich hat, das ist mehr ein passant als ein demonstrant.
die ganze aktion wäre nie geschehen wenn der passant im blauen t-shirt mit nichten versucht hätte den ort zu verlassen. im ergebnis hat er sich eine eingefangen, das nenne ich ... die polizei dein freund und helfer !
... wir waren alle nicht dabei, wissen also nicht genau, was vorher und hinterher passierte.
ABER: Was diese sog. Ordnungshüter da veranstalten, ist eine riesengroße Sauerei. Ich kann nur hoffen, dass die entsprechenenden Aufsichtsbehörden GERECHT durchgreifen und solche, rohe Gewalt gegenüber Menschen (unabhängig ob Demonstrant oder Passant) bestrafen.
Wenn der Mann im blauen T-Shirt bereits im Vorwege ermahnt wurde (und meinetwegen auch ein Platzverweis erteilt wurde), dann rechtfertigt das NIEMALS diesen Ausbruch an Brutalität. Mann hätte ihn ohne weiteres am Arm packen und "weggeleiten" können.
Nochwas zu diesem Video: Die Polizei filmt bereits seit einigen Jahren, um Straftaten belegen zu können. Ich hoffe, dass zukünftig auch "die andere Seite" dieses Medium nutzen kann, um Verstöße zu ahnden.
ich finde das überhaupt nicht schlimm, da die Polizisten mittlerweile ihren Rücken für verfehlte Politik und Juristerei hinhalten müssen. Da in Berlin die meisten Demonstrationen gewalttätig verlaufen, kann so etwas schon einmaal passieren. Über die geschlagenen oder schwerverletzten Polizisten wird erst gar nicht mehr berichtet, also was soll's!!!
Tja das Video zeigt einfach die traurige aber wahre Realität. Das Polizisten zumeist keine Lust haben sich auszuweisen musste ich erst vor ein paar Wochen am eigenen Leib erfahren. Ich habe einen Diebstahl gemeldet, mir wurde jegliche Hilfe und auf Anfrage auch eine Ausweisung durch die Beamten verwährt.
Aber wenn ich das sehe bin ich ja schon heilfroh, dass meine Nase noch ganz ist...
Das Problem an diesem Video ist, dass es nicht die Vorgeschichte zeigt. Außerdem ist auch nicht zu hören, was zwischen Polizei und Demonstrant gesprochen wird. Deshalb fälle ich hier kein Urteil zwischen Polizei und Demonstrant. Das Video zeigt nur eine, zu kurze, Sicht der vorgefallenen Dinge. Es gibt nämlich nicht immer nur die bööösen Polizisten, es gibt auch "böse" Demonstranten. Ich kritisiere hier einige abgegebenen Kommentare. Es handelt sich hier NICHT um eine gefährliche oder gar schwere Körperverletzung von seiten des Beamten. Die unqualifizierten Übertreibungen solle man also bitte lassen! Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Tatbestandsfindung! Bei dem Faustschlag gegen den Radfahrer handelt es sich um eine Körperverletzung im Amt. Eine gefährliche Körperverltzung wäre es erst dann, wenn der Radfahrer z.B. mit einem harten Gegenstand geschlagen worden wäre. Selbst ein Faustschlag eines Boxers wäre keine gef. KV! Eine schwere Körperverltzung läge nur dann vor, wenn aus der Folge einer gef. KV der Geschädigte z.B. blind werden würde. Dies wäre sogar ein Verbrechen. Mein Appell an alle: Schreibt nichts, wovon ihr keine Ahnung habt!!!
@Theresa: Danke für die Richtigstellung. Niemand von den Schwätzern war dabei und alle haben Jura-Abschluß? Einfach nur lächerlich, wie 35 sek. zu schwerer KV führen!! Wie wär´s denn mit versuchtem Mord aus niedrigen Beweggründen?Ganz ehrlich jeder sollte sich mal in den Beamten versetzen der in so einer Ausnahmesituation "die Richtige" Entscheidung treffen muss. Im übrigen hat die präventive Deeskalationstaktik versagt. Es handelt sich nicht um friedliche Demonstraten sondern um Krawalltouristen.
Also weißesbesser wenn sie doch gerade selber sagen, niemand von den, wie sie sagen, "Schwätzern" war dabei, wie können sie dann bitte beurteilen ob es sich dabei um Krawallturisten und nicht um friedliche Demonstranten handelt? Waren sie etwa dabei? Und zu der These, jeder sollte sich einmal in die Lage eines Polizisten in dieser Lage versetzen: Was denken sie, wofür ein Polizist bezahlt wird, wofür er Jahre lang geschult wird und täglich Trainings absolviert? Um in solchen Situationen RICHTIG zu reagieren. Es kann und braucht sich also auch keiner in seine Situation versetzen, der nicht selber die gleiche Ausbildung usw. hat. Warum sollte ein Polizist, der nicht nur in Vollkörperschutz sondern auch noch in einer Gruppe von ca. 10 anderen Polizisten steht, auch nur den leisesten Grund haben, einen Passanten/Demonstranten der sich, wenn überhaupt, nur VERBAL mit den Polizisten auseinandersetzt Schlagen und davon mal abgesehen keinerlei Schutz aufweißt Schlagen? Er hat für Recht & Ordnung und nicht für Chaos und Verletzungen zu sorgen! Und zu Theresa: Was bitte hätte denn bitte der Demonstrant sagen sollen, was einen solchen Anschlag auf ihn rechtfertigen würde? Ich bin gespannt!