Fußtritt am 1. Mai in BerlinPolizist stellt sich
Der Polizist, dessen Tritt gegen den Kopf eines Demonstranten am 1. Mai in Berlin in einem Internet-Video öffentlich wurde, stellt sich. Er habe sich seinem Vorgesetzten offenbart, teilt die Polizei mit. Das Opfer hat sich bisher nicht gemeldet.
Nach dem Fußtritt gegen einen Demonstranten am 1. Mai in Berlin-Kreuzberg hat sich ein Polizeiobermeister gestellt. Der Beamte habe sich seinem Vorgesetzten offenbart, teilte die Polizei mit. Auf Filmen im Internet ist zu sehen, wie der Angehörige einer Berliner Einsatzhundertschaft am Abend des 1. Mai in der Wiener Straße im Vorbeirennen einen am Boden sitzenden Menschen gezielt und heftig mit dem Fuß oder Schienbein gegen den Kopf tritt. Auch in einer Videodokumentation der Polizei sei dies zu sehen.
Die Identität des Mannes war bislang nicht bekannt, die Berliner Polizei hatte aber ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt eingeleitet. Der Polizist werde bis zum Abschluss der Ermittlungen nicht in seiner Einheit eingesetzt, hieß es. Unklar ist, wer das Opfer ist. Der oder die Geschädigte hat sich noch nicht gemeldet, so die Polizei.