Experten gegen Rente mit 67Regierung bleibt dabei
Die Bundesregierung will ungeachtet unterschiedlicher Expertenmeinungen an der geplanten Heraufsetzung des Rentenalters auf 67 Jahre festhalten.
Die Bundesregierung will ungeachtet unterschiedlicher Expertenmeinungen an der geplanten Heraufsetzung des Rentenalters auf 67 Jahre festhalten. Dies bekräftigte ein Sprecher des Bundesfamilienministeriums am Donnerstag unter Hinweis auf einen "Bild"-Bericht. Die von dem Blatt zitierte Empfehlung im noch nicht veröffentlichten Altenbericht der Bundesregierung sei zudem "nicht eindeutig". Das Kabinett werde sich Ende Juni oder Anfang Juli mit dem Altenbericht befassen.
Nach Angaben von "Bild" heißt es in dem Altenbericht, der der Bundesregierung regelmäßig von einer Sachverständigenkommission vorgelegt wird: "Eine generelle Heraufsetzung des abschlagfreien Rentenalters hält die Kommission aus mehreren Gründen nicht für zielführend." Wegen der hohen Arbeitslosigkeit sei schon heute nur "eine Minderheit" bis 65 beschäftigt. Angesichts der hohen körperlichen und gesundheitlichen Belastungen könnten zudem viele nicht bis 65 oder gar darüber hinaus arbeiten.
Der 500 Seiten starke Altenbericht wurde dem Familienministerium von den Sachverständigen bereits im August 2005 vorgelegt – noch weit vor den Koalitionsplänen zur Heraufsetzung des Rentenalters. Durch den Regierungswechsel sei die Stellungnahme der Bundesregierung zu dem Bericht verzögert worden, sagte der Sprecher. Dies werde jetzt nachgeholt.