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Rückschlag für die Projektgegner: S21 besteht den Stresstest

Eine der letzten Hoffnungen der Gegner des Großprojektes Stuttgart 21 dürfte dahin sein: Nach Aussagen des Verkehrsministers von Baden-Württemberg, Hermann, absolviert die Bahn den Stresstest erfolgreich. Die Grünen und Schlichter Heiner Geißler wollen das Ergebnis nur dann akzeptieren, wenn das Ergebnis fair zustande gekommen ist.

Der umstrittene neue Tiefbahnhof in Stuttgart wird nach Aussage des Baden-Württemberger Verkehrsministers Winfried Hermann wahrscheinlich den entscheidenden Stresstest bestehen. "Nach den bisher durchgesickerten Informationen wird der Stresstest wohl nicht scheitern", erklärte Hermann in der "Berliner Zeitung". Es sehe so aus, als wenn "die Bahn den Test irgendwie schafft", menite der Grünen-Politiker, der ein entschiedener Gegner des geplanten Durchgangsbahnhofs ist.

Heiner Geißler droht mit einem Rückzieher.
Heiner Geißler droht mit einem Rückzieher.(Foto: picture alliance / dpa)

Der im Schlichtungsverfahren unter Vermittlung des früheren CDU-Politikers Heiner Geißler vereinbarte Stresstest soll den Nachweis erbringen, dass der geplante Tiefbahnhof bei Spitzenbelastung um 30 Prozent leistungfähiger ist als der bestehende Kopfbahnhof. Dafür hat die Deutsche Bahn eine mehrwöchige Computersimulation vorgenommen.

Die Grünen hatten immer betont, das Ergebnis zu akzeptieren, wenn der Test "fair" verläuft. "Wenn der Stresstest tatsächlich transparent geführt wird und dabei nicht mit Tricks, sondern mit realen Daten gearbeitet wird, kann er sehr viel zur Klärung der Frage beitragen", sagte Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer im Interview mit n-tv.de. Auch Schlichter Heiner Geißler verlangte eine transparente Durchführung. Er wolle das Ergebnis des Stresstests nur dann selbst vorstellen, wenn die Ausgangsdaten für diese Untersuchung unter allen Beteiligten unumstritten sind, betonte er in der ARD. "Wenn sich herausstellt, dass kein Einvernehmen über die Zugrundelegung der Standards erfolgt ist, dann werde ich das Ergebnis auch nicht präsentieren:"

SMA prüft Ergebnis

Nach Angaben Hermanns wird das Ergebnis derzeit von dem Schweizer Beratungs- und Verkehrsplanungsunternehmen SMA geprüft. Demnach soll das von SMA erstellte Zertifikat, das entscheidend für den Test ist, den Beteiligten am 11. Juli vorgelegt werden, bevor am 14. Juli eine öffentliche Erörterung stattfindet.

Winfried Hermann hätte sich ein anderes Ergebnis gewünscht.
Winfried Hermann hätte sich ein anderes Ergebnis gewünscht.(Foto: picture alliance / dpa)

Hermann äußerte gegenüber der "Berliner Zeitung" weiter Zweifel an dem Projekt. "Die Frage wird sein, in welcher Qualität die Bahn den Bahnhof bedienen kann: Ist es eine Qualität, die man akzeptieren kann, oder eine, die für diesen Projektpreis inakzeptabel ist - ich bin da nach wie vor sehr skeptisch." Er wolle sehr genau darauf schauen, ob die Bahn wie vereinbart den Stresstest auf einen Fahrplan umgestellt habe, den auch das Land akzeptiert.

Die grün-rote Landesregierung in Stuttgart liegt bei Stuttgart 21 über Kreuz: Die Grünen sind dagegen, die SPD ist dafür. In ihrem Koalitionsvertrag haben beide eine Volksbefragung zu dem in der Bevölkerung umstrittenen Vorhaben im Oktober vereinbart. Noch immer gibt es regelmäßige Proteste gegen das Projekt. Dabei kam es unlängst zu Polizei ermittelt wegen Tötungsversuch .

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Quelle: n-tv.de

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