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Für Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy ist die Flüchtlingswelle in Europa wie ein "Rohrbruch".
Für Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy ist die Flüchtlingswelle in Europa wie ein "Rohrbruch".(Foto: REUTERS)

Migrantenstrom wie ein "Rohrbruch": Sarkozy sorgt mit Flüchtlingsspruch für Eklat

Nicolas Sarkozy ist wieder da. Und wie: Zehn Jahre nach seiner Ankündigung, die Pariser Vorstädte "mit dem Kärcher vom Gesindel zu befreien", sorgt der Ex-Präsident für einen neuen Eklat - und vergleicht den Flüchtlingsstrom in Europa mit einem Rohrbruch.

Der frühere französische Präsident Nicolas Sarkozy hat den Zustrom von Migranten in Europa mit einem Rohrbruch verglichen und die EU-Pläne für Quoten zur Verteilung von Flüchtlingen kritisiert. Die Lösung der EU-Kommission für das "Problem der Einwanderung ist es, nicht zu reduzieren, sondern zu verteilen", kritisierte Sarkozy vor Mitgliedern seiner konservativen Partei "Die Republikaner" nahe Paris. Die Pläne seien so, als wenn ein Klempner bei einem Rohrbruch nicht das Wasser stoppen, sondern es in der Wohnung gleichmäßig verteilen wolle.

"In einem Haus gibt es ein Wasserrohr, das explodiert und sich in der Küche verbreitet", sagte Sarkozy. "Der Klempner trifft ein und sagt: Ich habe eine Lösung. Wir behalten die Hälfte in der Küche, tun ein Viertel ins Wohnzimmer, ein Viertel ins Schlafzimmer der Eltern, und wenn das nicht reicht, bleibt noch das Kinderzimmer."

Vor genau zehn Jahren hatte Sarkozy als Innenminister eine harte Linie gegenüber Einwanderern verfolgt. Bei den wochenlangen Krawallen in französischen Einwanderervorstädten hatte er angekündigt, die Vorstädte "mit dem Kärcher vom Gesindel befreien" zu wollen.

Er sagte nun, Gesellschaften müssten Durchmischung der Völker nicht fürchten, doch müsse darüber diskutiert werden, wie viele Menschen ein Land aufnehmen könne und wie sie aufgenommen würden. Er sprach sich zudem für eine Debatte über das Staatsbürgerschaftsrecht aus. In Frankreich gilt, dass Kinder, die auf französischem Boden geboren werden, die französische Nationalität erhalten. Mehrere Mitglieder der Republikaner sprachen sich kürzlich aber dafür aus, die Nationalität abhängig von der Herkunft der Eltern zu machen.

Quelle: n-tv.de

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