Sonntag, 08. März 2009
Honorarreform: Schmidt räumt Probleme ein
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat Probleme bei der Honorarreform eingeräumt, hält insgesamt jedoch an der Neuregelung fest. Es sei Aufgabe der Selbstverwaltung von Ärzten und Krankenkassen, Schwierigkeiten in einzelnen Regionen und bei einzelnen Ärztegruppen auszuräumen, sagte Schmidt in der ARD. In der Mehrheit der Regionen gebe es keine Probleme. Die Honorarreform schaffe mehr Transparenz, "das ist der einzige und richtige Weg, und den werden wir auch weitergehen", sagte die Ministerin.
Der bayerische Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) forderte die Union auf, die Abschaffung des gerade erst gestarteten Gesundheitsfonds in ihr Wahlprogramm zu schreiben. "Die Idee des Fonds führt ins Nirwana von Zentralismus und Umverteilung", schrieb er in einem Beitrag für die "Bild am Sonntag". "Nur wenn wir für die Älteren, Kranken und Schwachen und auch für Kinder eine Antwort haben, gewinnen wir auch bei der Bundestagswahl."
Mit der am 01. Januar in Kraft getretenen Honorarreform sollte das Vergütungssystem für niedergelassene Ärzte vereinfacht werden. Außerdem wurde den Medizinern von den Krankenkassen rund drei Milliarden Euro mehr an Honoraren (Vergleichsjahr 2007) zugewiesen. Dennoch sorgt die Reform bei Medizinern für großen Unmut - viele Fachärzte rechnen mit Einkommenseinbußen und fordern eine andere Verteilung der Honorare.
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