Politik

Altkanzler über GuttenbergSchmidt revidiert gute Meinung

19.04.2011, 12:20 Uhr

Altkanzler Schmidt war voll des Lobes über den Shootingstar Guttenberg, nach dessen Rücktritt revidiert er seine Meinung. Trotzdem: wenn er durchgehalten hätte, könnte er immer noch Kanzler werden, so Schmidt.

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Helmut Schmidt denkt über Guttenberg nach. (Foto: dpa)

Altbundeskanzler Helmut Schmidt hat dem zurückgetretenen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg Ungeschick in der Plagiatsaffäre attestiert. "Es war gewiss nicht klug, zunächst nur Fehler einzuräumen und erst ein paar Tage später auf den Doktortitel zu verzichten", sagte Schmidt der "ZEIT". "Wir haben da einen unvermeidlichen Rücktritt schrittweise erlebt."

Darauf angesprochen, dass er zu Guttenberg vor einiger Zeit noch als kanzlertauglich bezeichnet hatte, entgegnete Schmidt: "Ja, wenn er ein paar Jahre in seinem Amt durchgestanden hätte". Guttenberg sei "ganz zweifellos ein hochbegabter Mann", sagte der Ex-Kanzler. Allerdings habe der CSU-Politiker als Verteidigungsminister "allzu leichtfertig Dinge entschieden, die er nicht durchdacht hatte".

Quelle: AFP