Freitag, 19. Februar 2010
Immer mehr Piratenangriffe: Seeräuber aber ohne Erfolg
Zwar haben Piratenangriffe insgesamt deutlich zugenommen hätten, die Erfolgsquote ist aber deutlich zurückgegangen. Das US-Außenministerium macht dafür die Arbeit der 2009 gegründeten Kontaktgruppe für die Bekämpfung der Piraterie dafür verantwortlich.Die Erfolgsquote somalischer Piraten hat nach US-Angaben deutlich abgenommen. Auch wenn die Piratenangriffe insgesamt deutlich zugenommen hätten, sei die Erfolgsquote von 60 Prozent im Jahr 2007 auf nun 25 Prozent zurückgegangen, erklärte Tom Countryman vom US-Außenministerium in Washington. 2009 glückten demnach 50 von 198 Piratenangriffen, 2008 seien es 42 von 122 und 2007 zwölf von 19 gewesen. Die Erfolgsquote der Piraten im Golf von Aden zwischen Somalia und dem Jemen sei auf "fast null" gesunken. Die Seeräuber kreuzten mittlerweile aber verstärkt in anderen Gewässern vor Somalia, die aufgrund ihrer größeren Ausdehnung schwieriger zu kontrollieren seien.
Countryman lobte die Arbeit der Anfang 2009 gegründeten Kontaktgruppe für die Bekämpfung der Piraterie, der mittlerweile 47 Länder angehörten. Außerdem gebe es Fortschritte bei der Überstellung festgenommener Piraten an die Justiz insbesondere in Kenia. Als Grund für die häufigen Piratenangriffe nannte der Ministeriumsvertreter das "Chaos", das seit 20 Jahren in dem Bürgerkriegsland Somalia herrsche.
Nach Angaben des US-Außenministeriums sind derzeit sieben Schiffe und 160 Besatzungsmitglieder in der Gewalt von Piraten. Den Seeräubern gelingt es immer wieder, hohe Lösegeldsummen zu erpressen. Neben der EU und der NATO haben auch einzelne Staaten Schiffe in den Golf von Aden entsandt. Deutschland beteiligt sich an der EU-Mission "Atalanta".
AFP
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