Samstag, 08. Dezember 2007
BKA will Videoüberwachung
"Spähangriff" gegen Terror
Die Spitzen von Bundeskriminalamt (BKA) und Landeskriminalämtern haben nach einem Bericht des "Spiegels" zur Terrorabwehr eine Videoüberwachung von Wohnungen gefordert. Der "große Lauschangriff" solle durch einen "großen Spähangriff" gesetzlich ergänzt werden, berichtet das Nachrichtenmagazin. Es beruft sich auf einen vertraulichen BKA-Bericht an die Innenminister von Bund und Ländern.
Hintergrund ist dem Bericht zufolge die Festnahme mehrerer Terrorverdächtiger im Sauerland im September. In dem Fall hätten Fahnder zwar das Haus der Tatverdächtigen abgehört. Allerdings sei das Geschehen zeitweise unklar gewesen, da die Unterhaltungen nur schwer verständlich gewesen seien.
Die Fahnder sprechen sich in dem BKA-Bericht laut "Spiegel" außerdem dafür aus, die Überwachung in Internetcafs auszuweiten. So hätten die mutmaßlichen Terroristen im Sauerland mehrfach über drahtlose Internetverbindungen Kontakt zum Terrornetzwerk Islamische Dschihad Union aufgenommen.
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