Politik

Umgang mit russischer GeschichteStalin-Wasser in Wolgograd

26.01.2010, 17:22 Uhr

Die russischen Stadt Wolgograd, das ehemalige Stalingrad, widmet ihrem alten Diktator jetzt ein besonderes Mineralwasser. Eine Getränkefirma will sich damit der russischen Vergangenheit stellen, Menschenrechtler beklagen indes eine neue Verehrung des Sowjetdiktators.

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Die Stalin-Verehrung wird zu einem Kult in Russland. (Foto: picture alliance / dpa)

Zur Erinnerung an das Ende der Schlacht von Stalingrad im Zweiten Weltkrieg vertreibt eine russische Firma Mineralwasser mit dem Konterfei von Sowjetdiktator Josef Stalin. "Ob wir es mögen oder nicht, aber das ist unsere Geschichte, und Stalin hat den Krieg gewonnen", sagte der Unternehmenschef in der Stadt Wolgograd, dem früheren Stalingrad.

Am 2. Februar 1943 hatte die 6. deutsche Armee in Stalingrad nach monatelanger Kesselschlacht kapituliert. Die blutige Schlacht mit schätzungsweise mehr als 700.000 Toten markierte einen Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg.

Stalin (1878-1953) gilt als einer der schlimmsten Massenmörder der Geschichte. Dennoch haben weite Teile der russischen Bevölkerung eine positive Einstellung zu dem Diktator. Kremlchef Dmitri Medwedew hatte den Terror unter Stalin öffentlich verurteilt. Menschenrechtler beklagen seit langem eine neue Verehrung im öffentlichen Leben.

Quelle: dpa