Politik

Papiere von Ägyptens Geheimpolizei: Stasi-Behörde schickt Experten

Gestürmte Büros der Stasi, was nach DDR-Geschichte klingt, ist aktuelles Geschehen in Ägypten. Doch nach dem Sturm kommt die Aufarbeitung, und damit hat Deutschland Erfahrung. Die BStU schickt ihre Spezialisten.

Zerstörte Akten in der Stasi-Zentrale in Alexandria am 4. März, damit kennen sich die Experten in Berlin aus.
Zerstörte Akten in der Stasi-Zentrale in Alexandria am 4. März, damit kennen sich die Experten in Berlin aus.(Foto: AP)

Nach dem Sturz des ägyptischen Regierungschefs Husni Mubarak schickt die Stasi-Unterlagen-Behörde einen Experten nach Kairo. Der Mitarbeiter werde die ägyptische Demokratiebewegung zum Umgang mit den Ägypter stürmen Stasi-Gebäude beraten, sagte ein Sprecher der Behörde.

Damit wurde ein Bericht des "Tagesspiegel" bestätigt. Zunächst gehe es um eine Bestandsaufnahme. Laut Zeitung wird der Experte über die Erfahrungen mit der Sicherung und Aufarbeitung der Stasiakten seit 1989 berichten.

Der neue Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, sagte der Zeitung, der deutsche Weg zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sei "eine Erfolgsgeschichte, an der wir andere Völker gern beteiligen". Er betonte weiter: "Ich finde es toll, dass auch in Ägypten mutige Bürgerinnen und Bürger die Vernichtung der Unterlagen der politischen Geheimpolizei gestoppt haben. Diese Unterlagen werden dabei helfen, die Mechanismen der Diktatur genauer zu erkennen und die neugewonnene Freiheit zu schützen."

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Quelle: n-tv.de

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