Donnerstag, 02. September 2010
Nach Nierenspende: Steinmeier aus Klinik entlassen
Neun Tage nach seiner Nierenspende an seine Frau hat SPD- Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier die Klinik verlassen. Der 54-Jährige will sich zu Hause in Berlin von dem Eingriff erholen. "Bis zum Beginn der Reha-Maßnahme wird er die nächsten Tage ambulant behandelt", teilte sein Sprecher Hannes Schwarz mit.
Steinmeier war eine Niere entfernt worden. Das gesunde Organ wurde anschließend seiner schwer kranken Frau Elke Büdenbender transplantiert. Die 48-Jährige Richterin muss voraussichtlich noch mindestens eine Woche in der Klinik bleiben. Beiden geht es nach Angaben aus ihrem Umfeld gut. Sie wollen gemeinsam die Reha antreten. Steinmeier nimmt eine politische Auszeit und wird frühestens im Oktober seine politische Arbeit wieder aufnehmen.
Nach Steinmeiers Spende ist das Interesse an Organverpflanzungen sprunghaft gestiegen. Die Zahl der telefonischen Anfragen hätten sich im August fast vervierfacht, teilte die Deutsche Stiftung für Organtransplantation (DSO) in Frankfurt/Main mit. Täglich habe es bis zu 200 Anrufe gegeben.
dpa
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