Stammeskämpfe in PakistanTaliban erschießen Schüler
Pakistanische Taliban greifen im Nordwesten des Landes eine Gruppe von Schülern an und töten vier von ihnen. Drei weitere werden verletzt. Das Angriff ereignet sich in einer von Paschtunen bewohnten Stammesregion.
Die Schüler wurden offenbar zum Ziel der Extremisten, weil sie der religiösen Minderheit der Schiiten angehören. Die Taliban gehören als Sunniten zu einem anderen Zweig des Islam und greifen Schiiten als Teil ihres Kampfes gegen die pakistanische Regierung an.
Heftiger Gegenschlag
Als Vergeltung für den Angriff töteten Stammesangehörige nach Angaben von Bewohnern der Gegend mindestens zwei Taliban und verletzten mehrere weitere. Einem Regierungsvertreter zufolge griffen pakistanische Kampfflugzeuge zudem Extremisten in einem Dorf rund 30 Kilometer östlich Kalayas an. Dabei seien sechs Taliban getötet und vier ihrer Verstecke zerstört worden.
Die pakistanischen Taliban, die die gleichnamigen Islamisten im benachbarten Afghanistan unterstützen, haben ihre Angriffe in diesem Landesteil seit Mitte 2007 verstärkt. Die Region Orakzai ist eine Hochburg ihres Chefs Hakimullah Mehsud, der nach dem Tod seines Vorgängers Baitullah Mehsud bei einem US-Raketenangriff Anfang August an die Spitze der Extremisten gerückt ist.