Freitag, 30. Juli 2010
Skandal auf US-Militärfriedhof Arlington: Tausende Gräber falsch betitelt
Ein Senatsbericht fördert zutage, dass auf dem wichtigsten Friedhof der USA tausende Gräber falsch oder ungenügend gekennzeichnet wurden. Die Verwaltung auf dem Militärfriedhof Arlington ist offenbar chaotisch, das Weiße Haus nennt die Vorgänge "schockierend".Auf dem US-Militärfriedhof Arlington sind tausende Gräber falsch gekennzeichnet worden. Dies geht aus einem Bericht des Senats hervor, der am Donnerstag veröffentlicht wurde.
Bis zu 6600 Gräber seien "gar nicht, ungenügend oder falsch gekennzeichnet" heißt es in dem Bericht des Heimatschutz-Ausschusses. In der Verwaltung der letzten Ruhestätte für getötete Soldaten seien "Millionen Dollar verschwendet worden". Es gebe dort "immer noch kein automatisches System, um Gräber zu orten und Bestattungen zu organisieren".
"Nicht hinnehmbar"
Der Sprecher des Weißen Hauses Robert Gibbs nannte die Vorgänge "schockierend" und "nicht hinnehmbar". "Der Arlington-Friedhof ist heiliger Boden und Ruhestätte für diejenigen, die diesem Land tapfer gedient haben, sie verdienen eine bessere Behandlung."
In Arlington sind neben getöteten Soldaten auch zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten der US-Geschichte beerdigt, darunter der ermordete Präsident John F. Kennedy und viele Richter vom Obersten Gerichtshof. Insgesamt gibt es dort hunderttausende Gräber.
Der Senatsausschuss hatte Arlington ins Visier genommen, nachdem ein Bericht des US-Heeres auf mehrere Pannen aufmerksam gemacht hatte. Der Chef des Friedhofs, John Meltzer, trat mittlerweile zurück.
AFP
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