Montag, 24. Mai 2010
Angebliche US-Spione im Iran: Teheran schlägt Austausch vor
Drei US-Bürger sind vor einem Jahr im Iran als Spione festgenommen worden. Sie selbst bezeichnen sich aber als Wanderer, die im iranisch-irakischen Grenzraum unterwegs waren. Jetzt könnten sie gegen inhaftierte Iraner ausgetauscht werden.
Einmal pro Woche - immer montags - rollt der Syrien-Türkei-Iran-Express von Damaskus über Aleppo und Van nach Teheran.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Der Iran hat für drei im vergangenen Jahr nahe der Grenze zum Irak festgenommene US-Bürger einen Gefangenenaustausch vorgeschlagen. Es sei eindeutig, dass es sich bei den Dreien um Spione handle, zitierten iranische Medien Geheimdienstminister Heidar Moslehi. Er erwarte, dass die USA die Initiative ergriffen, damit entschieden werden könne, ob es einen Gefangenenaustausch geben werde.
Die drei US-Bürger waren Ende Juli bei einer Wanderung im irakisch-iranischen Grenzgebiet festgenommen worden. Angehörigen zufolge überquerten sie die Grenze versehentlich. Der Iran hat sie wegen angeblicher Spionage angeklagt. Die USA haben von der Islamischen Republik die Freilassung der drei Amerikaner im Alter von 27 bis 31 Jahren gefordert.
Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind wegen des umstrittenen iranischen Atomprogramms angespannt. Die Islamische Republik wird verdächtigt, heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Die Führung in Teheran bestreitet dies. Die UN-Vetomächte und Deutschland verständigten sich erst vor kurzem auf einen neuen Resolutionsentwurf für schärfere Sanktionen gegen den Iran.
rts
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