Politik

Familienministerin schmiedet PläneTeilzeit soll salonfähig werden

12.05.2012, 10:06 Uhr
mutter
Anfang des Familienlebens, Ende der Karriere? (Foto: picture alliance / dpa)

Kristina Schröder will das Arbeitsrecht auf den Prüfstand stellen. Ihr Ziel: ein flexibler Wechsel zwischen Voll- und Teilzeit. Denn junge Mütter, die Teilzeit arbeiten wollen, enden noch immer oft in einer "biografischen Sackgasse".

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will die rechtlichen Rahmenbedingungen für Teilzeitarbeit verbessern. "Wir brauchen einen Anspruch, flexibler zwischen Teilzeit und Vollzeit wechseln zu können, ohne auf Arbeitsplätze abgeschoben zu werden, die das Ende der Karriere bedeuten", sagte sie der Zeitung "Die Welt". "Derzeit muss man meist erst betteln, um auf Teilzeit reduzieren zu dürfen, dann muss man betteln, um wieder Vollzeit arbeiten zu dürfen." Das bestehende Arbeitsrecht gehöre auf den Prüfstand, um Nachteile für Teilzeitbeschäftigte abzubauen.

Schröder sieht neben den Arbeitgebern auch die Gewerkschaften in der Pflicht: "Bei Teilzeitmodellen sind die Gewerkschaften viel zu zurückhaltend - die allermeisten Tarifverhandlungen sind viel zu sehr auf die Vollzeiterwerbsbiografie ausgerichtet." Schröder kritisierte, Frauen würden nach der Babypause oft in Minijobs abgeschoben, obwohl sie zumeist Teilzeitarbeit wollten. Für viele junge Mütter werde der Minijob zur "biografischen Sackgasse".

Quelle: ntv.de, dpa