Donnerstag, 11. Dezember 2008
Für Bio- und Chemiewaffen: Tierversuche bei Bundeswehr
Die Bundeswehr hat seit 2004 in großem Umfang Tierversuche zur Erforschung biologischer und chemischer Waffen veranlasst. Das teilte ein Sprecher des Sanitätsdienstes der Bundeswehr mit. Danach wurden bei den Experimenten mindestens 3300 Tiere getötet, unter ihnen auch 18 Makaken-Affen. Der Sprecher sagte, die Versuche stünden im Einklang mit dem Tierschutzgesetz und den gesetzlichen Genehmigungsverfahren.
Eine interne Aufstellung des Verteidigungsministeriums listet auf, dass bei Versuchen zur Vorbeugung und Heilung von Pocken-Infektionen 500 Mäuse, 20 Kaninchen, 12 Meerschweinchen und 18 Makaken-Affen getötet wurden. Außerdem gab es Tierversuche mit den Erregern von Milzbrand, Ebola und Kongofieber sowie dem chemischen Kampfstoff Schwefel-Lost.
Der Sprecher sagte, nach Alternativen für Tierversuche werde gesucht. Die Tests sollten helfen, vor Krankheiten zu schützen, sie zu diagnostizieren und zu heilen. "Wenn wir in Auslandseinsätzen sind, können wir mit Krankheiten konfrontiert werden, die hier in Mitteleuropa nicht vorkommen."
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