Politik
Das südkoreanische Fernsehen berichtet über den Test des Nachbarlandes - Seoul sieht darin eine ernsthafte Bedrohung.
Das südkoreanische Fernsehen berichtet über den Test des Nachbarlandes - Seoul sieht darin eine ernsthafte Bedrohung.(Foto: AP)
Dienstag, 14. Februar 2017

Kim preist Nordkoreas neue Waffe: UN-Sicherheitsrat verurteilt Raketentest

Einstimmig reagiert der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und verurteilt den Raketentest Nordkoreas. Pjöngjangs Machthaber Kim Jong Un nennt die Waffe derweil "ein weiteres mächtiges Mittel für einen Atomangriff".

Der UN-Sicherheitsrat hat den neuerlichen Test einer Mittelstreckenrakete durch Nordkorea scharf verurteilt. Der Test verstoße gegen mehrere Resolutionen des Gremiums, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung des Rates, die die schwedische UN-Vertretung veröffentlichte.

Kurz zuvor war das Gremium auf Bitten von Japan, Südkorea und der USA zu einer Dringlichkeitssitzung hinter verschlossenen Türen zusammen gekommen. Nordkorea hatte den Test vom Sonntag zuvor als Erfolg gepriesen. Das Land verfüge jetzt "über ein weiteres mächtiges Mittel für einen Atomangriff", wurde Machthaber Kim Jong Un von den staatlich kontrollierten Medien zitiert.

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte den Test scharf. "Diese Handlung ist eine weitere besorgniserregende Verletzung der Resolutionen des Sicherheitsrats. Die Führung in Nordkorea muss dazu zurückkehren, ihre internationalen Verpflichtungen einzuhalten, und sich auf den Pfad der nuklearen Abrüstung begeben." Auch China kritisierte den Test des international isolierten Nachbarlandes, dem Raketenversuche unter Verwendung ballistischer Raketentechnik durch UN-Resolutionen untersagt sind. Russland reagierte ebenfalls besorgt. Das südkoreanische Vereinigungsministerium sprach nach dem Test von einer ernsthaften Sicherheitsbedrohung.

Inwieweit bei der Sitzung des Sicherheitsrats bereits über neue Strafmaßnahmen gegen das kommunistische Regime in Pjöngjang beraten werden soll, war zunächst unklar. Der Rat hatte die Sanktionen gegen Nordkorea nach dessen fünftem und bisher stärkstem Atomtest im September abermals verschärft.

Nach Angaben Nordkoreas wurde bei dem Test am Sonntag eine "ballistische Mittel-Langstrecken-Rakete Pukguksong-2" gestartet, bei der es sich um einen neuen Typ eines strategischen Waffensystems gehandelt habe. Machthaber Kim habe die Vorbereitungen für den Start der Boden-Boden-Rakete vor Ort selber geleitet und sich mit dem Testergebnis zufrieden gezeigt.

Die Rakete kann demnach einen atomaren Sprengkopf transportieren. Die Volksarmee könne ihre strategischen Pflichten jetzt "präziser und schneller an jedem Ort ausführen: unter Wasser oder auf dem Land", sagte Kim. Der Machthaber hatte Anfang des Jahres davon gesprochen, dass Nordkorea den Test einer Interkontinentalrakete vorbereite.

Quelle: n-tv.de

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