Bedrohung für Frieden und SicherheitUN sehen Jemen als Gefahr
Die blutigen Unruhen im Jemen könnten nach Befürchtung der Vereinten Nationen die ganze Region gefährden. Sie haben das Potenzial, Frieden und Sicherheit in der Region zu bedrohen, sagt UN-Untergeneralsekretär Pascoe in einer geschlossenen Sitzung des UN-Sicherheitsrates.
Die blutigen Unruhen im Jemen könnten nach Befürchtung der Vereinten Nationen die ganze Region gefährden. Sie haben das Potenzial, Frieden und Sicherheit in der Region zu bedrohen, sagte UN-Untergeneralsekretär Lynn Pascoe in einer geschlossenen Sitzung des UN-Sicherheitsrates. Zudem werde die humanitäre Arbeit der Vereinten Nationen in dem bitterarmen Land gefährdet. Das mächtigste Gremium der UN war auf Anregung Deutschlands erstmalig zur Beratung der Lage in Jemen zusammengetreten.
Bei neuen Protesten gegen die Regierung von Präsident Ali Abdullah Salih waren zuvor mindestens vier Menschen getötet worden. Etwa 220 wurden verletzt. In der Hauptstadt Sanaa feuerten Polizisten nach Angaben von Oppositionellen mit scharfer Munition auf Demonstranten.
Keine gemeinsame Erklärung
Auch der deutsche UN-Botschafter Peter Wittig sah "große Risiken für die Sicherheitslage". Es käme jetzt darauf an, dass alle Seiten größtmögliche Zurückhaltung üben, die Gewalt beenden und eine weitere Eskalation verhindern. Die anderen Staaten teilten diese Einschätzung. Auf eine gemeinsame Erklärung konnten sich die 15 Staaten aber nicht einigen. Wittig bezeichnete es als Fortschritt, dass zum ersten Mal Beratungen des Sicherheitsrates zu Jemen zustande kamen.
Zuvor hatte Human Rights Watch Aktionen gegen den Jemen gefordert. Nach dem Tod von Demonstranten müsse der Sicherheitsrat jetzt mit einer Stimme sprechen, erklärte die Menschenrechtsgruppe in New York. "Endlich ist die brutale Unterdrückung der Opposition auf dem Radar des Sicherheitsrates, der die Sache als Bedrohung des internationalen Friedens sieht", sagte UN-Experte Philippe Bolopion von der Organisation. "Der Rat muss jetzt einen Schritt weitergehen und der Führung klarmachen, dass weitere Tote und die Misshandlung friedlicher Demonstranten nicht hingenommen werden."