Suche
hier klicken, um den Ort für die Startseite festzulegen
Berlin
17
MO 13° / 24°
DI 12° / 21°
Politik

Dienstag, 23. Februar 2010

Organhandel im Kosovo-Krieg : UNO fordert Untersuchung

Philip Alston beklagt die fehlende Unterstützung.

Philip Alston beklagt die fehlende Unterstützung.
(Foto: REUTERS)

Die UNO hat Albanien aufgefordert, eine unabhängige Untersuchung über den mutmaßlichen Handel mit den Organen serbischer Gefangener während des Kosovo-Kriegs zuzulassen. Bislang habe die albanische Regierung die Bemühungen nicht unterstützt, die Vorwürfe aufzuklären, sagte der UN-Sonderberichterstatter für außergerichtliche, willkürliche und Massenhinrichtungen, Philip Alston, während seines einwöchigen Besuchs in der albanischen Hauptstadt Tirana.

Alle Regierungsvertreter hätten die Vorwürfe als "lächerlich" bezeichnet. Wenn die Anschuldigungen aber tatsächlich haltlos seien, könne Albanien sie durch die Unterstützung einer unabhängigen Untersuchung aus der Welt räumen.

Del Ponte hat im Kosovo viel erlebt.

Del Ponte hat im Kosovo viel erlebt.
(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Alston warf den albanischen Behörden vor, in der Angelegenheit ein "bürokratisches und diplomatisches Ping-Pong-Spiel" zu betreiben. Die serbische Staatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen hat nach eigenen Angaben mehr als 130 Zeugenaussagen über den illegalen Organhandel während des Kosovo-Kriegs (1998-1999) zusammengetragen.

Demnach töteten ethnische Albaner bis zu 500 serbischstämmige Kosovaren, um ihre Organe ins Ausland zu verkaufen. Die frühere Anklägerin des UN-Kriegsverbrechertribunals für Ex-Jugoslawien, Carla Del Ponte, hatte die Vorwürfe in ihren Memoiren öffentlich gemacht. Der Europarat nahm daraufhin seine Untersuchungen wieder auf.

AFP

Artikel versenden

Organhandel im Kosovo-Krieg : UNO fordert Untersuchung

Empfänger
Ihre Informationen
Persönliche Mitteilung

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.