Politik

Truppenabzug aus IrakUS-Marines kehren heim

23.01.2010, 21:36 Uhr

Die letzten US-Marineinfanteristen verlassen den Irak. Damit ist der mit dem US-Einmarsch 2003 begonnene Einsatz der Ledernacken am Golf beendet, teilt das US- Militärkommando in Bagdad mit. Der Abzug der Marines ist Teil des US-Truppenabzugs bis Ende August.

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Die Marines waren fast sieben Jahre im Irak. (Foto: AP)

Die US-Marines haben nach fast sieben Jahren ihren Einsatz im Irak beendet. In einer Erklärung der US-Armee hieß es, die Marineinfanteristen würden aus der früheren Unruheprovinz Anbar im Westen des Landes ersatzlos abgezogen.

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Übergabezeremonie in Ramadi (Foto: AP)

Bei einer Zeremonie in Ramadi, 100 Kilometer westlich von Bagdad, übergab der Oberkommandierende des 2. Marines-Expeditionsverbandes, General Richard Tryon, das Kommando über die Provinz Anbar an die in Bagdad stationierte 1. US-Panzerdivision. Damit ist der mit dem US-Einmarsch im Jahr 2003 begonnene Einsatz der Ledernacken im Irak beendet, teilte das US- Militärkommando in Bagdad mit.

In den ersten Jahren nach dem Einmarsch der US-Truppen in den Irak im März 2003 war der Widerstand insbesondere in Anbar, der größten irakischen Provinz, heftig gewesen. Die Marines hatten sich in den Städten Falludschah und Ramadi blutige Gefechte mit den Aufständischen geliefert. Der jetzige Abzug der Marines ist Teil des US-Truppenabzugs. Das amerikanische Militär zieht sich derzeit in Etappen aus dem Zweistromland zurück. Bis Ende August dieses Jahres sollen sämtliche Kampftruppen abgezogen sein. Bis Ende nächsten Jahres werden den Plänen zufolge alle US-Militärangehörige bis auf eine nicht näher genannte Zahl von Beratern und Ausbildern den Irak verlassen haben.

US-Präsident Barack Obama plant eine Aufstockung der Truppen in Afghanistan. Im Irak sind derzeit noch etwa 115.000 US-Soldaten stationiert.

Quelle: dpa/AFP