Donnerstag, 22. März 2007
Vergewaltigung im Irak: US-Soldat zu Haft verurteilt
Ein US-Militärgericht hat einen Soldaten im Zusammenhang mit der Vergewaltigung eines 14-jährigen Mädchens und der Tötung ihrer Familie im Irak zu 27 Monaten Haft verurteilt.
Verurteilt wurde der 20 Jahre alte Gefreite Bryan Howard allerdings wegen dieser Taten, sondern wegen Mitwisserschaft und Behinderung der Justiz. Im Rahmen einer Absprache mit der Anklage bekannte er sich zu diesen Vorwürfen schuldig, teilte der Militärstützpunkt Fort Campbell im US-Bundesstaat Kentucky mit.
Howard war vermutlich in der Nähe, als sich die Tat ereignete, beteiligte sich aber nicht an dem Verbrechen selbst. Vergangenen Monat war ein 24-jähriger Unteroffizier wegen der Taten bereits zu 100 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Die Anklagepunkte Mord und Vergewaltigung gegen Howard seien wegen dessen untergeordneter Rolle bei den Taten fallen gelassen worden. Neben seiner Haftstrafe werde der Gefreite unehrenhaft entlassen.
Eine Gruppe von US-Soldaten hatte im März 2006 in Mahmudija südlich von Bagdad in angetrunkenem Zustand den blutigen Überfall auf eine Familie geplant und durchgeführt. Nach der Ermordung des Mädchens versuchten einige der Soldaten, die Leiche zu verbrennen, um die Tat zu vertuschen.
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