Politik

Von Ost nach West: Der Ablauf des Wahltags in den USA

Die Wahlnacht in den USA ist ein nervenaufreibendes Ereignis. Als erstes schließen die Wahllokale an der Ostküste. Von dort werden bereits Trends und Ergebnisse erwartet, während weiter im Westen noch abgestimmt wird.

Wahl in Dixville Notch. Anders als 2008 gewann Obama in diesem Jahr nicht.
Wahl in Dixville Notch. Anders als 2008 gewann Obama in diesem Jahr nicht.(Foto: dpa)

Den Auftakt zur Präsidentschaftswahl macht traditionell das kleine Dorf Dixville Notch im Bundesstaat New Hampshire, dessen Bewohner um Mitternacht (Ortszeit, 06.00 Uhr MEZ) an die Urnen gehen können.

00.00 Uhr MEZ
In Indiana und Kentucky schließen die ersten Wahllokale. Beide Staaten sind traditionell republikanisch. Die Fernsehsender warten mit den ersten Prognosen auf.

01.00 Uhr
Die Spannung steigt, jetzt schließen die Wahllokale im wichtigen Swing State Virginia und in Teilen von Florida. Sollte Obama einen dieser Staaten gewinnen, kann er sich gute Chancen auf den Gesamtsieg ausrechnen. Die Wahl endet zudem in Vermont, wo ein Sieg Obamas als sicher gilt, und in den Romney-freundlichen Staaten Georgia und South Carolina.

01.30 Uhr
Im Schlüsselstaat Ohio schließen die Wahllokale: Wer hier in den vergangenen 50 Jahren die Nase vorn hatte, zog am Ende auch ins Weiße Haus ein. Die letzten Stimmen werden außerdem in North Carolina abgegeben, das 2008 für Obama votierte und sich nun Romney zuwenden könnte. In West Virginia geht ebenfalls die Wahl zu Ende, hier wird ein klarer Sieg Romneys erwartet.

02.00 Uhr
Im Westen von Florida schließen die letzten Wahllokale, außerdem in 15 weiteren US-Staaten. Darunter sind der bevölkerungsreiche Staat Pennsylvania und das heiß umkämpfte New Hampshire. Außerdem werden in der Hauptstadt Washington die Wahlurnen versiegelt. Zu diesem Zeitpunkt ist vielleicht schon ein klarer Trend erkennbar. Ebenso gut möglich ist aber ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Obama und Romney: Dann kommt es auf die Swing States weiter im Westen an, die später wählen.

02.30 Uhr
Die Wahllokale in Arkansas schließen. Der Staat gilt für Romney als sicher.

03.00 Uhr
In weiteren 13 Staaten geht die Wahl zu Ende, darunter die umkämpften Schlüsselstaaten Colorado und Wisconsin. Zudem ist die Stimmabgabe im bevölkerungsstarken Texas, das fest in der Hand Romneys ist, und in New York, das traditionell demokratisch wählt, vorbei. Es ist denkbar, dass der Sieger jetzt schon verkündet wird.

04.00 Uhr
Jetzt endet die Wahl in 4 Bundesstaaten, darunter die beiden letzten Swing States Iowa und Nevada.

05.00 Uhr
Auch in den Staaten an der Westküste und im Gebiet der Rocky Mountains geht die Wahl zu Ende. Überraschungen werden hier nicht erwartet, in jedem dieser Staaten gab es von vornherein eine klare Tendenz für Obama oder Romney. Vielleicht ist die Party des Siegers zu diesem Zeitpunkt schon im Gange - vorausgesetzt, es gibt nirgendwo ein Wahlchaos.

06.00 Uhr
In Alaska schließen die ersten Wahllokale, die letzten Urnen in diesem Staat werden um 07.00 Uhr versiegelt. Für das Gesamtergebnis ist Alaska allerdings ohne Belang, da der Staat als sicheres Romney-Territorium gilt.

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Quelle: n-tv.de