Politik

Rekordgeschäft mit KampfjetsUSA will F-15 an Saudis liefern

09.08.2010, 17:54 Uhr

Die USA wollen Saudi-Arabien für rund 30 Milliarden Dollar mehr als 80 Kampfflugzeuge liefern. Seit Monaten versucht US-Präsident Obama, den Verbündeten Israel zu beruhigen. Der sieht seine militärische Überlegenheit bedroht.

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Seit 1975 werden die F-15-Kampfflugzeuge in Serie gebaut. (Foto: picture-alliance / dpa)

Die USA will einem Zeitungsbericht

zufolge ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft mit Saudi-Arabien abschließen. Die

Verhandlungen drehten sich vordringlich um die Lieferung von 84 Kampfflugzeugen

vom Typ F-15, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung

auf US-Regierungsbeamte. Der geplante Vertrag sehe Waffenlieferungen über die kommenden

zehn Jahre mit einem Gesamtwert von rund 30 Milliarden US-Dollar (rund 22,6 Mrd. Euro)

vor. Es handele sich um einen der größten Einzellieferverträge, die jemals geschlossen

wurden.

Israel sehe das Vorhaben

sehr kritisch, berichtete die Zeitung weiter. Es befürchte, seinen militärischen

Vorteil gegenüber dem rivalisierenden Staat zu verlieren, wenn dieser mit solch

modernen Kampfsystemen ausgestattet würde. Die Regierung von US-Präsident Barack

Obama führe deswegen seit Monaten mit Israel "klärende" Gespräche. Das

Land wolle aber Verbündete im US-Kongress nicht dazu bewegen, den Deal zu stoppen.

Die Kampfjets sollen dem

Bericht zufolge nicht mit den modernsten Langstreckenwaffen ausgestattet werden,

wie sie die US-Armee einsetze. Die vom US-Unternehmen Boeing gebauten Flieger entsprächen

technisch abgespeckten Modellen, die auch an andere Staaten verkauft würden.

Der massive Waffendeal mit

Saudi-Arabien sei für Obama auch ein weiterer Weg, den Iran in der Region in seine

Schranken zu verweisen. Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel der

friedlichen Nutzung der Nuklearenergie ein Atomwaffenprogramm zu betreiben.

Quelle: dpa