Rekordgeschäft mit KampfjetsUSA will F-15 an Saudis liefern
Die USA wollen Saudi-Arabien für rund 30 Milliarden Dollar mehr als 80 Kampfflugzeuge liefern. Seit Monaten versucht US-Präsident Obama, den Verbündeten Israel zu beruhigen. Der sieht seine militärische Überlegenheit bedroht.
Die USA will einem Zeitungsbericht
zufolge ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft mit Saudi-Arabien abschließen. Die
Verhandlungen drehten sich vordringlich um die Lieferung von 84 Kampfflugzeugen
vom Typ F-15, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung
auf US-Regierungsbeamte. Der geplante Vertrag sehe Waffenlieferungen über die kommenden
zehn Jahre mit einem Gesamtwert von rund 30 Milliarden US-Dollar (rund 22,6 Mrd. Euro)
vor. Es handele sich um einen der größten Einzellieferverträge, die jemals geschlossen
wurden.
Israel sehe das Vorhaben
sehr kritisch, berichtete die Zeitung weiter. Es befürchte, seinen militärischen
Vorteil gegenüber dem rivalisierenden Staat zu verlieren, wenn dieser mit solch
modernen Kampfsystemen ausgestattet würde. Die Regierung von US-Präsident Barack
Obama führe deswegen seit Monaten mit Israel "klärende" Gespräche. Das
Land wolle aber Verbündete im US-Kongress nicht dazu bewegen, den Deal zu stoppen.
Die Kampfjets sollen dem
Bericht zufolge nicht mit den modernsten Langstreckenwaffen ausgestattet werden,
wie sie die US-Armee einsetze. Die vom US-Unternehmen Boeing gebauten Flieger entsprächen
technisch abgespeckten Modellen, die auch an andere Staaten verkauft würden.
Der massive Waffendeal mit
Saudi-Arabien sei für Obama auch ein weiterer Weg, den Iran in der Region in seine
Schranken zu verweisen. Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel der
friedlichen Nutzung der Nuklearenergie ein Atomwaffenprogramm zu betreiben.