Mittwoch, 03. September 2008
DGB-Ausbildungsreport: Überstunden verbreitet
Vier von zehn Auszubildenden in Deutschland machen regelmäßig Überstunden. Bei den Hotelfachleuten sind es sogar 70 Prozent. Das geht aus dem Ausbildungsreport 2008 hervor, den der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Berlin vorstellte. Die nicht repräsentative Studie der DGB-Jugend ging im dritten Jahr in Folge der Frage nach, wie zufrieden junge Menschen mit ihrer Berufsausbildung sind. Befragt wurden bundesweit rund 4700 Auszubildende in den 25 häufigsten Lehrberufen.
Dem Report zufolge stellen gut zwei Drittel der Befragten ihrem Ausbildungsbetrieb in puncto fachlicher Anleitung ein gutes Zeugnis aus. 32 Prozent fühlen sich dagegen nur manchmal, selten oder nie gut betreut. 16 Prozent der Lehrlinge gaben an, überwiegend Aufgaben erledigen zu müssen, die nicht zu ihrer Ausbildung gehören. Der DGB fordert deshalb mehr unangemeldete Kontrollbesuche in den Betrieben. Nur ein Fünftel der Befragten kann sich sicher sein, nach der Ausbildung übernommen zu werden.
Unterm Strich beurteilten Industriemechaniker, Kaufleute für Bürokommunikation und Bankkaufleute ihre Ausbildung am besten. Besonders schlecht schnitten Gastronomieberufe, Bäcker und Maler ab. Auszubildende in großen Unternehmen sind tendenziell zufriedener als Lehrlinge in kleinen Firmen. Laut Berufsbildungsbericht der Bundesregierung bricht zurzeit jeder Fünfte seine Ausbildung vorzeitig ab. Auszubildende, die in ihrem Lehrbetrieb Probleme haben, können im DGB-Internetportal "Dr. Azubi" Rat suchen.
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