"Mohammed-Karikaturen"Vier Festnahmen in rhus
Die dänische Polizei hat vier Personen festgenommen, die einen Anschlag gegen einen Zeichner der Mohammed-Karikaturen in der Zeitung "Jyllands-Posten" geplant haben sollen.
Zwei Jahre nach der massiven Protestwelle in der islamischen Welt gegen dänische Mohammed-Karikaturen hat die Polizei Anschlagspläne gegen einen der zwölf Zeichner aufgedeckt. Wie der Geheimdienst PET in Kopenhagen mitteilte, wurden drei Verdächtige bei einer Razzia am frühen Dienstagmorgen in rhus wegen Vorbereitung eines "terroristischen Mordanschlags" festgenommen.
Weiter hieß es, zur Verhinderung der Tat sei man "in einem sehr frühen Stadium" eingeschritten. Einer der Festgenommenen, ein 40 Jahre alter Däne marokkanischer Herkunft, sollte am Nachmittag wieder freigelassen werden. Gegen zwei gleichzeitig festgenommene Tunesier sei die Ausweisung verfügt worden. Bis zum Vollzug sollen sie in Haft bleiben. Die Nachrichtenagentur Ritzau berichtete, dass der Geheimdienst auf einen Haftprüfungstermin verzichtet habe, weil dafür die Beweise nicht gereicht hätten.
Dänemarks größte Zeitung "Jyllands-Posten" hatte die Karikaturen mit Darstellungen des Propheten im September 2005 veröffentlicht. Bei Protesten in muslimischen Ländern gegen die Verletzung des im Islam geltenden Abbildungsverbotes für Mohammed starben vier Monate später mehr als 150 Menschen. Mehrere dänische Botschaften wurden von wütenden Demonstranten attackiert und teilweise in Brand gesetzt.
Ziel des Mordplanes war der 73-jährige Zeichner Kurt Westergaard. Er hatte Mohammed als finsteren, vollbärtigen Mann mit einer Bombe samt glimmender Zündschnur im Turban gezeichnet. "Jyllands-Posten" begründete die Karikaturen unter anderem damit, dass sich auch Muslime daran gewöhnen müssten, wie alle anderen in der Gesellschaft "verspottet und lächerlich gemacht zu werden".