Montag, 17. November 2008
Erneuter Anschlag auf Bundeswehr: Vier verletzte Soldaten
In Afghanistan ist erneut ein Anschlag auf Bundeswehrsoldaten verübt worden. Bei dem Vorfall am Rande der nordafghanischen Stadt Faisabad sind vier Soldaten leicht verletzt worden, teilte die Bundeswehr auf ihrer Internetseite mit. Sie seien zur medizinischen Versorgung in das Wiederaufbauteam (PRT) in Faisabad gebracht worden.
Den Angaben nach war die Bundeswehr-Patrouille in eine Sprengfalle geraten. Ersten Erkenntnissen zufolge seien auch afghanische Zivilisten bei dem Anschlag "getroffen" worden.
Soldaten aus Nordhessen
Unterdessen gibt es inoffizielle Bestätigungen aus der Bundeswehr, dass die beiden am Sonntag bei einem Selbstmordanschlag verletzten Bundeswehrsoldaten aus einer Fernmeldeeinheit im nordhessischen Frankenberg stammen. Bei dem Anschlag war einer der Soldaten schwer, der andere leicht verletzt worden.
Der Schwerverletzte sollte noch am späten Abend mit einer Maschine der Bundeswehr nach Deutschland zurückgebracht werden, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam. Die Ankunft wird für 23.00 Uhr auf dem militärischen Flughafen Köln/Wahn erwartet. Der Mann sei nicht in Lebensgefahr, hieß es. Er soll im Bundeswehr-Krankenhaus Koblenz behandelt werden.
Verletzte Zivilisten
Der Attentäter hatte den Sprengsatz am Sonntag gegen 10.20 Uhr Ortszeit (6.50 Uhr MEZ) in der Nähe der nordafghanischen Stadt Baghlan neben einem Militärkonvoi mit mehreren gepanzerten Fahrzeugen gezündet. Dabei kam nach afghanischen Angaben ein Zivilist ums Leben. Ein zweiter Bundeswehrsoldat wurde leicht verletzt. Er bleibt den Bundeswehrangaben zufolge in Afghanistan im Einsatz. Unter der Zivilbevölkerung gab es mindestens zwölf Verletzte.
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