Donnerstag, 19. Februar 2009
Ex-Kanzler im Iran: Visite bei Ahmadinedschad
Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist zu einem viertägigen Besuch im Iran eingetroffen. Wie das Büro des Altkanzlers in Berlin mitteilte, reiste Schröder privat nach Teheran. Am Nachmittag bestätigte das Büro Berichte, wonach Schröder in Teheran auch Präsident Mahmud Ahmadinedschad und weitere Regierungsvertreter treffen wird.
Den Angaben seines Büros zufolge plante Schröder neben dem Gespräch mit Ahmadinedschad unter anderem auch ein Treffen mit Außenminister Monaschehr Mottaki. Angaben zu den genauen Terminen gab es zunächst aber nicht. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete zudem von geplanten Begegnungen mit Parlamentspräsident Ali Laridschani und dem früheren Staatspräsidenten Haschemi Rafsandschani. Am Samstag will Schröder eine Rede vor der iranischen Industrie- und Handelskammer halten.
Schröder folgt mit dem Besuch einer Einladung des iranischen Medizinprofessors Madschid Samii. Gemeinsam mit Samii, dem Gründer des International Neuroscience Institute in Schröders Heimatstadt Hannover, will der Altkanzler an der Gründung einer wissenschaftlichen Stiftung in Teheran teilnehmen.
Neben der Hauptstadt wird Schröder auch die Städte Rascht und Isfahan besuchen. In Rascht will er an einer Veranstaltung teilnehmen, bei der die Universitätsklinik nach Samii benannt wird. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes hatte gesagt, der Ex-Kanzler fahre auf eigene Rechnung und nicht im Auftrag der Bundesregierung. Es sei aber selbstverständlich, dass vorher der Sachverstand der Regierung eingeholt worden sei.
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