Samstag, 26. Januar 2008
Mehr als Totenehrung: Warnung an Holocaust-Leugner
Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am Sonntag hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zu Wachsamkeit gegenüber jeder Art von Intoleranz aufgerufen. "Denen, die den Holocaust leugnen oder behaupten, dass er übertrieben dargestellt wird, begegnen wir mit unserer Entschlossenheit", erklärte Ban anlässlich des Gedenktags, den die UN-Vollversammlung vor drei Jahren einstimmig für den 27. Januar ins Leben gerufen hatte.
Am 27. Januar 1945 waren die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit worden. In Deutschland wird der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus seit 1996 begangen.
Die Vereinten Nationen wollten am Montag in einer Gedenkstunde an die sechs Millionen Juden erinnern, die den Nazis zum Opfer gefallen sind. Dabei sollten auch KZ-Überlebende wie der US- Kongressabgeordnete Tom Lantos (79) sprechen. Im Anschluss stand ein Konzert israelischer Symphoniker unter Leitung von Zubin Mehta auf dem Programm. Zudem bringen die UN eine Sonderbriefmarke zur Erinnerung an die Opfer des Nazi-Terrors heraus.
Ban sagte, es reiche nicht aus, der Toten zu gedenken und sie zu ehren. "Wir müssen die jetzige Generation aufklären und uns um sie kümmern", forderte er. "Wir müssen ihnen Respekt vor der Verschiedenheit (der Menschen) geben, ehe sich Intoleranz entwickeln kann." Aufgabe sei, den Menschen in aller Welt die Idee der "Würde und Gerechtigkeit für alle" näherzubringen: "Lassen Sie uns die Menschenrechte nicht als Selbstverständlichkeit betrachten."
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