"Geübte Staatspraxis"Wulff bekommt Zapfenstreich
Der zurückgetretene Bundespräsident Wulff wird mit einem Zapfenstreich der Bundeswehr feierlich verabschiedet. Die Zeremonie findet voraussichtlich in der übernächsten Woche statt. Ein Sprecher von Verteidigungsminister de Maizière sagt, der Minister habe Wulff angeboten, die Zeremonie zu organisieren.
Der zurückgetretene Bundespräsident Christian Wulff wird mit einem Zapfenstreich der Bundeswehr feierlich verabschiedet. Das kündigte der Sprecher des Verteidigungsministeriums an. Ein Termin steht noch nicht fest. Die Zeremonie werde voraussichtlich in der übernächsten Woche, also nach dem 5. März, stattfinden.
Der Zapfenstreich für einen ausgeschiedenen Bundespräsidenten entspreche "geübter Staatspraxis", sagte Sprecher Stefan Paris. Verteidigungsminister Thomas de Maizière habe Wulff angeboten, die Zeremonie zu organisieren, und freue sich, dass der Ex-Bundespräsident die Einladung angenommen habe.
Wulff habe während seiner Amtszeit eine "sehr intensive Beziehung zur Bundeswehr gepflegt", sagte Paris. Dies sei auch bei seinem Truppenbesuch in Afghanistan im vergangenen Oktober zum Ausdruck gekommen.
Wulff war vor einer Woche nach weniger als zwei Jahren im Amt unter massivem Druck zurückgetreten. Gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Vorteilsannahme.