Mittwoch, 01. September 2010
Bundespräsident sucht ein Thema: Wulff nimmt sich Demokratie an
Bundespräsident Christian Wulff will die Entwicklung der Demokratie zu einem zentralen Thema seiner Amtszeit machen. "Wir dürfen uns auf keinen Fall bequem zurücklehnen in dem Glauben, unsere Demokratie sei unerschütterlich, so ist das nämlich nicht", sagte Wulff der "Sächsischen Zeitung".
Der Bundespräsident verwies dabei auf die abnehmende Wahlbeteiligung, die schrumpfenden Mitgliederzahlen der Parteien. "Der Graben zwischen Wählern und Gewählten wird größer", beklagte Wulff. Zudem beunruhige ihn auch die bundesweite Problematik des Rechtsextremismus.
Menschen motivieren
"Meine Amtszeit soll sich deshalb auch dem Thema Zukunft der Demokratie widmen", sagte Wulff. Er wolle sich mit der Frage beschäftigen, wie wieder mehr Menschen motiviert werden könnten, bei der demokratischen Willensbildung mitzumachen.
In Dresden will der Bundespräsident die Serie seiner Antrittsbesuche in den Bundesländern starten. Er wird am Vormittag unter anderem vor Abgeordneten des Sächsischen Landtags sprechen.
AFP/dpa
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