Freitag, 09. Januar 2009
Angriff mit US-Drohne: Zwei Topterroristen getötet
Der Anführer der Terrororganisation Al-Kaida in Pakistan ist US-Angaben zufolge wahrscheinlich tot. Usama al-Kini sei zusammen mit einem weiteren ranghohen Al-Kaida-Mitglied in der Provinz Süd-Waziristan an der Grenze zu Afghanistan gestorben, sagte ein US-Vertreter am Donnerstag. Die Namen der beiden ursprünglich aus Kenia stammenden Männer standen bei der US-Bundespolizei FBI auf der Fahndungsliste der wichtigsten Terrorverdächtigen. Al-Kaida-Chef Osama bin Laden soll sich weiter im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet versteckt halten.
Der Tod der beiden Männer sei ein entscheidender Schlag gegen die Führungsriege von Al-Kaida, sagte ein Terrorexperte der US-Regierung. Die US-Regierung hatte sich bereits zuversichtlich gezeigt, dass die Kommandostrukturen von Al-Kaida deutlich geschwächt werden konnten.
Al-Kini soll einen Bombenanschlag auf das Marriott-Hotel in Islamabad angeordnet haben, bei dem im September 55 Menschen getötet wurden. Auch soll er für ein fehlgeschlagenes Attentat auf die ehemalige pakistanische Ministerpräsidentin Benazir Bhutto verantwortlich gewesen sein. Bhutto starb in der Zwischenzeit bei einem anderen Anschlag. Beide Männer wurden auch im Zusammenhang mit den Anschlägen auf die US-Botschaften in Tansania und Kenia 1998 angeklagt.
Über ihre genauen Todesumstände machte der US-Vertreter keine Angaben. Bei einem mutmaßlichen US-Drohnenangriff am Neujahrstag in Süd-Waziristan waren aber nach pakistanischen Angaben drei ausländische Extremisten getötet worden. Experten schreiben diese Drohnenangriffe der CIA zu. Der US-Geheimdienst lehnte eine Stellungnahme ab.
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