IranAtompläne seit 30 Jahren
Bereits in den 1970er Jahren startete Teheran sein Atomprogramm. Unter Schah Mohammed Reza Pahlavi begann der Bau des ersten Atomkraftwerks. Zum Streit kam es 2002.
Bereits Mitte der 1970er Jahre startete Teheran sein Atomprogramm mit Unterstützung der USA. Unter Schah Mohammed Reza Pahlavi begann der Bau des ersten Atomkraftwerks. Zum Streit kam es 2002, als die USA geheime nukleare Einrichtungen entdeckten. Seitdem wird Teheran vorgeworfen, nach der Atombombe zu streben
Juni 2003
Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Mohammed ElBaradei, wirft Teheran vor, Atomaktivitäten verschwiegen zu haben.
November/Dezember 2003
Das iranische Programm zur Anreicherung von Uran wird gestoppt und ein Abkommen unterzeichnet, das unangekündigte Nuklear-Kontrollen ermöglicht.
September 2004
Der Iran nimmt das Programm zur Urananreicherung in Isfahan wieder auf, stellt es im November jedoch erneut ein.
August 2005
Nach mehrmonatiger Pause nehmen Techniker in Isfahan die Arbeit wieder auf. Eine Anreicherung soll nicht stattfinden.
Februar 2006
Im Iran werden Spuren hoch angereicherten Urans gefunden. Die IAEO schaltet den UN-Sicherheitsrat ein.
März 2006
Gespräche zwischen dem Iran sowie Großbritannien, Frankreich und Deutschland ("EU-3") scheitern. Die Urananreicherung auf russischem Boden lehnt Teheran ebenfalls ab. Der Sicherheitsrat fordert ein Ende der Anreicherung im Iran bis Ende April.
April 2006
Teheran verkündet die erfolgreiche Urananreicherung und lässt die UN-Frist verstreichen.
Juni 2006
EU-Chefdiplomat Javier Solana überreicht in Teheran ein Anreizpaket der USA, Großbritanniens, Frankreichs, Russlands und Chinas (Vetomächte im Sicherheitsrat) sowie Deutschlands zum Verzicht auf die Anreicherung.
Juli 2006
Der Sicherheitsrat setzt Teheran eine Frist bis Ende August, die Urananreicherung einzustellen.
August 2006
Der Iran bezeichnet das Paket der sechs Staaten als "unausgewogen". In Arak wird eine Schwerwasser-Anlage eingeweiht.