Teure GesundheitKassen erhöhen Beiträge
Auf die gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland kommen zum 1. Januar teils saftige Beitragserhöhungen zu.
Auf die gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland kommen zum 1. Januar teils saftige Beitragserhöhungen zu.
Im Vorgriff auf die Gesundheitsreform setzen derzeit die meisten der 250 gesetzlichen Kassen ihre Beitragssätze neu fest. Begründet wird das mit der Mehrwertsteuererhöhung, dem gesunkenen Bundeszuschusses und den "politischen Rahmenbedingungen".
Besonders drastisch fallen die Beitragsanhebungen bei zahlreichen Allgemeinen Ortskrankenkassen aus. Auch bei den Innungs- und Betriebskrankenkassen gibt es zum Teil erhebliche Beitragssteigerungen, einzelne Kassen halten ihre Sätze aber auch konstant.
Beitragserhöhungen im Überblick
Bei allen Werten muss noch der von den Arbeitnehmern allein zu tragende Zusatzbeitrag von 0,9 Prozentpunkten hinzugerechnet werden. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Die größte deutsche Krankenkasse Barmer mit mehr als 7 Millionen Versicherten erhöht den Beitragssatz von derzeit 13,8 Prozent um 0,6 Punkte auf 14,4 Prozent.
Bei der Nummer zwei der Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) steigt der Beitragssatz um 0,7 Punkte auf 14,5 Prozent, bei der Nummer drei, der Techniker Krankenkasse (TK), werden es künftig 13,5 Prozent (plus 0,3 Prozentpunkte) sein. DAK und TK haben jeweils rund sechs Millionen Versicherte.
Die Kaufmännische Krankenkasse KKH aus Hannover, die rund 1,9 Millionen Menschen versichert, verlangt künftig 13,9 Prozent. Das sind 0,7 Punkte mehr als bislang.
Die Vereinigte IKK (Bielefeld) mit mehr als einer Million Versicherten rechnet mit einem Anstieg des Beitragssatzes von derzeit 13,3 Prozent um 0,6 Punkte .
Die AOK Bayern mit 4,2 Millionen Versicherten will ihren Beitragssatz von derzeit 13,6 Prozent ab 1. Januar 2007 auf 14,5 Prozent anheben. Bei der AOK Westfalen-Lippe steigt der Beitragssatz um 0,8 Punkte auf 13,8 Prozent. Die AOK Rheinland/Hamburg erhöht um 0,9 Punkte auf 14,3 Prozent, die AOK Baden-Württemberg um 0,6 Punkte auf 14,5 Prozent und die AOK Sachsen um 0,9 Punkte auf 12,9 Prozent.
Die AOK Mecklenburg-Vorpommern mit 550.000 Versicherten wird ihren Beitragssatz von derzeit 14,0 Prozent im nächsten Jahr voraussichtlich erhöhen. Noch seien die Würfel allerdings nicht gefallen, sagte ein AOK-Sprecher in Schwerin. Die AOK Rheinland-Pfalz hat dagegen schon alles unter Dach und Fach: Der Beitragssatz steigt von 14,8 auf 15,5 Prozent.
Bei der AOK Thüringen - mit 820.000 Versicherten größte Krankenkasse im Freistaat - wird der Beitragssatz vorerst nicht erhöht und bleibt bei 13,6 Prozent.
Auch bei den günstigeren Alternativen wird es teurer. Bei der Direktkrankenkasse BIG steigt der Beitragssatz beispielsweise von 12,1 auf 12,5 Prozent.