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Mittwoch, 22. Februar 20122012-02-22 12:02:02
ein Kommentar von Wolfram Neidhard
Die Ernennung Joachim Gaucks zum Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten bereitet einigen Unionspolitikern Bauchschmerzen. So beklagt CSU-Mann Geis seine "wilde Ehe" und die noch nicht vollzogene Scheidung Gaucks von seiner von ihm getrennt lebenden Frau. Geis und seine familienpolitischen Anhänger laufen aber ins Leere.Die Union macht es sich wirklich nicht leicht. Angela Merkel musste zähneknirschend ihr Ja zu Joachim Gauck als neuen Bundespräsidenten geben, weil der dahinsiechende Koalitionspartner FDP sich öffentlich auf den Mecklenburger festgelegt hatte - ohne Rücksicht auf CDU und CSU. Damit hat in dieser Koalition erstmals der Schwanz mit dem Hund gewedelt. Die politische Schauspielkunst betreffend, legte die eigentlich zurückhaltend und sachlich-nüchtern argumentierende Bundeskanzlerin daraufhin alle ihren bescheidenen Möglichkeiten in die Waagschale, um die Lösung mit dem 72-Jährigen auch als die ihre zu verkaufen. Es fiel ihr allerdings sichtlich schwer, sich an die Spitze der Pro-Gauck-Bewegung zu stellen.
Der Tochter eines evangelischen Pfarrers ging es natürlich zuallererst um ihre eigene Stellung. Sie wollte nicht als Umfallerin dastehen, denn vor gut zwei Jahren hatte sie Gaucks Kandidatur mit großer Mühe ins Leere laufen lassen. Vielleicht ahnte Merkel auch, was ihr kurz nach der Ernennung Gaucks zum Kandidaten für Schloss Bellevue seitens der starken katholischen Fraktion in der Union, die es nur schwer verschmerzen kann, dass mit ihm ein evangelischer Politiker an die Spitze des Staates kommt, blüht. Und sie sollte sich nicht irren. Gauck solle seine "persönlichen Lebensverhältnisse ordnen", tönt es aus der CSU. Ihr familienpolitischer Hardliner Norbert Geis drückt damit das aus, was viele in seiner Partei, aber auch bei der großen Schwester CDU denken. Für Merkel ist an dieser Front Schadensbegrenzung angesagt, damit diese Debatte nicht weiter ausufert. Und es sieht ganz danach aus, dass sie das Fass, das der gebürtige Großwallstädter aufgemacht hat, wieder schließen könnte - zum Glück für Deutschland.
Geis ist ein Konservativer durch und durch. Dem 1939 geborenen Rechtsanwalt sind sogenannte ungeordnete Familienverhältnisse ein Dorn im Auge. So lief er seinerzeit vehement gegen die unter Rot-Grün gesetzlich fixierte gleichgeschlechtliche Partnerschaft Sturm. 1993 arbeitete er sich an der Girlie-Show der US-Popsängerin Madonna ab und wollte der damals sehr Freizügigen sogar den Auftritt in Deutschland untersagen. Es ist noch nicht so lange her, dass Geis eine Erklärung gegen die aus seiner Sicht "totalitären Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände" mitunterzeichnete. Und nun also Gauck, der in "wilder Ehe" mit der Journalistin Daniela Schadt lebt, gleichzeitig aber noch mit der seit mehr als 20 Jahren von ihm getrennten Mutter seiner vier Kinder, Gerhild, verheiratet ist.
Das überwiegende negative Echo auf Geis' Äußerungen macht deutlich: Deutschland ist hinsichtlich der Familienpolitik - trotz nach wie vor existierender mittelalterlich anmutender Stimmen - weiter als ein Teil seiner Repräsentanten. Dass der schwule Außenminister Guido Westerwelle Geis zurechtweist, ist wenig verwunderlich, lebt er doch mit dem Unternehmer Michael Mronz in einer eingetragenen Partnerschaft. Auch, dass der CSU-Mann in dieser Frage bei SPD und Grünen auf Granit beißt, ist alles andere überraschend. So warnt der katholische Bundestagsvize Wolfgang Thierse davor, daraus eine Staatsaffäre zu machen. "Ich unterstelle mal, dass er seine Lebenspartnerin auch liebt", bringt der Sozialdemokrat die Problematik auf den Punkt.
Bemerkenswert ist, dass Geis von seiner eigenen Partei - ob ehrlich oder nur aus reinem machtpolitischen Kalkül - eingenordet wird. So reagiert CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt - auch er ist römisch-katholisch - sachlich. Für ihn sei "ob jemand und wie jemand heiratet, eine ganz private Entscheidung", so der christsoziale Lautsprecher. Gut so, Herr Dobrindt, hoffentlich denken Sie auch später noch an Ihre jetzt geäußerten Worte. Nur so ganz nebenbei bemerkt: CSU-Chef Horst Seehofer - er ist derzeit immerhin amtierendes Staatsoberhaupt - hat auch familiäre Turbulenzen hinter sich, die seine Regierungstätigkeit damals in Berlin und jetzt in Bayern überhaupt nicht beeinträchtigt haben beziehungsweise beeinträchtigen. Von Geis hat man übrigens dazu nichts vernommen.
Die Wahl Joachim Gaucks zum Bundespräsidenten bedeutet - familienpolitisch gesehen - nicht das Ende des Abendlandes. Er wird seine familiären Verhältnisse so regeln, wie er das für richtig hält. Es ist seine Freiheit und seine Verantwortung. Die Union wird nicht lange brauchen, um zu erkennen, dass der künftige erste Mann im Staat ihr inhaltlich näher steht als SPD und Grünen, die mit Vehemenz um seinen Einzug ins Schloss Bellevue gekämpft haben.
An Norbert Geis und seine sich in Deckung befindlichen Mitstreiter sei in diesem Zusammenhang gesagt: Willkommen im 21. Jahrhundert!
Quelle: n-tv.de
Der Mann soll doch heiraten oder nicht heiraten wen oder was er will. Es dürfte ja auch ein Singel Präsident werden. Also: Diskussion beenden!
Als aufgeklärter Mitteleuropäer sehe ich in dem fehlenden Trauschein von Gauck/Schadt überhaupt kein Problem. Allerdings wird die eine oder andere Auslandsreise problematisch werden, besonders in den Nahen Osten. Man erinnere sich an die Reise von Sarkozy mit seiner damals noch nicht angetrauten Carla Bruni nach Saudi-Arabien, wo die diplomatischen Drähte glühten, damit sie mitkommen konnte zum Staatsempfang.
Nun ja...aber wenn man die Gerüchte hört, dass die Ungoeordneten Familien Verhältnisse auch nicht mit seinen Kindern gut sind...der Mann hat die Wiedervereinigung nicht verkraftet und glaubt wirklich dass er alleine die Wende geschafft und mit seiner Gauckbehörde auch die Abrechnung gemacht hat mit den Leuten. Is es wirklich wahr, dass er glaubt er könnte über Wasser laufen?? mfg hs
Mit solchen Äußerungen stellt sich die CSU in eine als hinterwäldlerisch empfundene Ecke. Wenn auch nur ein Mitglied einer Partei sich öffentlich so äußert, ohne daß -auch öffentlich- diese seine Partei sich davon klar distanziert, muß sich über die sinkenden Wählerstimmen niemand wundern. Der bayerische Anachronismus ist bundesweit bekannt, ob zu Recht oder Unrecht interessiert bei solch tumben Forderungen niemand mehr. Dies bestätigt die Kritiker nur. Argumente gegen Gauck gibt es sicher, z.B. sein Alter, wollen wir wirklich einen Bundespräsidenten, der am Ende seiner Amtszeit 77 Jahre alt sein wird? Aber ein Angriff auf seinen, heutzutage allgemein üblichen, Lebensstil ist da sicher kontraproduktiv.
Die wilde Ehe eines designierten Bundespräsidenten belegt - da muss ich Ihnen ganz zustimmen, Herr Neidhard - die veränderten gesellschaftlichen Verhältnisse im neuen Jahrtausend. Die traditionelle Friede-Freude-Eierkuchen-Familie existiert ehe kaum mehr. Da braucht man sich nicht an Gaucks Familienleben stören. Das neue Bild der Familie wurde z.B. treffend vom Soziologen Prof. Betram beschrieben.
Das war auch mein erster Gedanke, als ich den Schmarrn des Herrn Geis gelesen habe: als Mitglied einer Partei, deren Vorsitzender schon mal fremdpoppt und uneheliche Kinder zeugt, sollte er da mal den Ball gaaaanz flach halten. So weit kommts noch, dass sich ein designierter Bundespräsident von einem Hinterbänkler sagen lassen muss, wen er zu heiraten hat...
Ich habe gar kein Problem damit das er seine neue Freundin nicht Heiratet aber trotzdem ist es auch eine Frage von Moral das er sich nicht von seiner anderen Frau scheiden lässt,schließlich kassiert er durch eine andere Steuerklasse durch dieses Privileg eine ganze menge Geld das ihm meiner meinung gar nicht mehr zusteht da er ja die Ehe nur noch auf dem Papier führt.Wenn er die Ehe nicht mehr möchte was er ja offensichtlich tut sonst hätte er ja keine andere Frau muss er meiner meinung auch aufrichtig genug sein seine Ehe zu beenden und auf dieses Steuerprivileg verzichten was er dann macht soll er selber wissen ich meine nicht das er dann zwanghaft neu Heiraten muss aber eine First Lady kann sie nicht sein solange das vor dem Steuerrecht seine EHEFRAU ist.
@Michael: Probleme mit dem unverheirateten Partner bei Auslandsreisen? Warum? Ich konnte noch nie verstehen, warum man aus dem Politgeschäft immer ein Familienunternehmen macht. Der Mann bzw. die Frau hat ein Amt und nicht der Partner / die Partnerin. Prof. Sauer macht das völlig richtig und hält sich aus dem Business seiner Frau weitgehend raus. Ich gehe mal davon aus, dass Herrn Gauck auch in Saudi-Arabien alle Türen offen stehen, wenn er ohne Begleitung anreist - so wie andere Leute auch bei Dienstreisen. Urlaub kann er dann wieder machen, mit wem er will.
Mir ist es egal, allein oder in wilder Ehe. Aber nicht zu verstehen ist die Aussage vor 2 Jahren: Wenn ich Bundespräsident werde lasse ich mich scheiden und heirate meine Lebensgefährtin. Diese Aussage ist nicht hinzunehmen. Eine Frau heiratet man-in der Regel- aus Liebe. Alles andre betrachte ich nicht moralisch.
Also, bei Herrn Wulff wäre als erstes die Frage gekommen, ob er denn auch seine Steuerklasse geändert habe nachdem er sich von seiner Ehefrau getrennt hat. Oder soll, politisch gewollt, der Verdacht der Steuerbegünstigung erst gar nicht aufkommen? Und noch eins, die First Lady ist immer noch die Ehefrau des Präsidentent. Und nicht seine langjährige außereheliche Freundin. Somit müßte dann die Ehefrau nach Bellevue ziehen. Aber wie soll man das der Welt erklären...
Das kann ja jetzt nicht wahr sein. Ich bin froh, wenn ich in naher Zukunft geschieden bin. Ehe hat wirklich nichts mit Ordnung zu tun, und schon gar nichts mit Verhältnissen. Am besten schickt man Herrn Geis mit der Zeitmaschine zurück ins Mittelalter. Und sein Parteichef geht ja auch mal gerne schnackseln... ja wo san ma denn ; und Herrn Gauck wünsche ich von ganzem Herzen viel Erfolg und ein Leben mit Glück und Freiheit!
Herr Gauck erscheint mir der Richtige zu sein. Ich hätte ihn mir schon anstatt Herrn Wulff gewünscht. Es wäre uns einiges erspart geblieben. Er ist - wie er selber sagt - nicht fehlerfrei, aber ein aufrechter Mann. Kein Mensch hat das Recht, sich in sein Privatleben hineinzureden. Wir leben - was für ein Glück - nicht mehr im Mittelalter! Es ist einfach nur albern, was Herr Geis von sich gibt. Wenn es danach ginge, wären in seiner Partei auch einige Politiker ihre Ämter los! Aber selbst dort dürften uns die unehelichen Affären - mit oder ohne Folgen - nicht angehen. Alle sollten als Politiker eins tun: eine anständige und aufrichtige Arbeit im Dienste des Volkes leisten.
Es ist wirklich schlimm und beschämend, welche erzkonservative Einstellung ein Herr Geis als Vertreter des Volkes bekundet. Er lebt anscheinend in seiner Gedankenwelt doch noch im Mittelalter. Es ist für Ihn sicher schwer, im 21. Jahrhundert zu leben.
Es ist alles andere als ehrlich, mit einer anderen Frau verheiratet zu sein und seit rund 12 Jahren mit einer anderen Frau zusammen zu leben. Die Inanspruchnahme des Steuerprivilegs als Verheirateter möchte ich nicht weiter vertiefen. Ich möchte nur die Frage stellen, welche Entrüstung hätte man aus diesem Steuervorteil bei Herrn Wulff wohl hochgezogen.
Eine moralische Frage stellt sich aus einer ganz anderen Ecke: Warum lebt Gauck seit 20 Jahren getrennt, in einer neuen Beziehung, aber lässt sich nicht scheiden? Steckt dahinter evtl. ein Mitnahmeffekt durch Versorgungsleistungen bzw. Steuerersparnis mittels Ehegattensplitting? Schröpft Gauck seit 20 Jahren seine Mitbürger mittels einer Ehe und ihren finanz. Vorteilen, die längst keine mehr ist? Ich kann dies leider nicht prüfen, aber wäre es so, könnte man es m.E. ruhig wulffen nennen.
Welche Frau mein Herr Thierse? Beide?
Unser neuer BP repräsentiert viele Väter, die sich einer neuen Beziehung zugewandt haben und alleinerziehende Mütter zurücklassen, die mit ihren Teilzeitjobs sich nur minimale Rentenansprüche erarbeiten können. Hurra, wir sind im 21. Jahrhundert.
Wem interessiert es, was ein Norbert Geis zu sagen hat? Warum wird die Meinung eines einzelnen Politikers dermassen thematisiert? Das schlimmste an dieser Diskussion finde ich, ist dass die Medien aus Nichts eine Geschichte machen, die keine Geschichte ist. Oder gibt es derzeit nichts besseres zu berichten?
Es interessiert mich nicht wie viele Ehefrauen oder Freundinnen er hat. Jeder Mensch soll nach seiner Fasson selig werden ! Nur habe ich dazu zwei Fragen : 1. Er soll mir mal erklären, wie er diese Situation mit dem Finanzamt die ganzen Jahre geregelt hat ! 2. Wie will er den Menschen ein moralisches Vorbild sein ?
Sie haben den ehrlichen und anständigen Präsidentin verraten und bringen einen Heuchler ins Spiel. Das ist eben der Zeitgeist. Die wahren Christen werden davon abgealten, Deutschland zu dienen. Die Lügner, Verräter und Heuchler werden gewählt und die Deustchen m,üssen sich damit begnügen, so einen Mann als Präsident zu akzeptieren. Es bleibt zu wissen, ob die neue eine Konkubine ist!
Wo liegt das Problem wenn ein Politiker hier Herr Geis für die Ehe Eintritt! Ehe und Familie ist das was uns eine Zukunft garantiert! Wenn alle wie Westerwelle werden ist unser Land in ein paar Jahrzahten ausgestorben! Glückwunsch an alle Verständnisvollen!
@Medina, ich finde schon, daß es eine Diskussion wert ist, als welche Moralapostel sich die von uns gewählten Volksvertreter entpuppen. Eine derartige Engstirnigkeit betrifft nicht nur Kandidaten als BP sondern beweist die grundsätzliche Einstellung ggü. unangepassten Personen, bzw. Personen, die nicht ins eigene Weltbild passen wollen. Ich finde das eine mindestens undemokratische und schlimmstenfalls gefährliche Denkweise.
[Lästermodus an] Das wäre in der Tat etwas, was unser Strassenblatt mit den vier grossen Buchstaben sicher gern recherchieren wird. Skandale, egal ob echt oder erfunden, bringen schliesslich Auflage! [/Lästermodus aus]
Eigentlich amüsant, dass ein Katholik von Gauck die Legitimierung seiner Beziehung verlangt; scheint doch nicht die Konsequenzen bedacht zu haben ... andererseits, Politiker und denken vor dem reden ... egal. Gauck müsste sich doch erst scheiden lassen, um seine jetzige Lebensgefährtin ehelichen zu können. Und wie war das noch mit der katholischen Sicht & Bewertung der Scheidung?
Wo liegt das Problem? Ich bin in der gleichen Situation wie Hr. Gauck. Ob die Steuervorteile hier wirklich so groß sind, darüber lässt sich streiten. Fr. Gauck und die Kinder müssen ja auch versorgt werden, das kostet. Wenn verheiratet ist kein Unterhalt meist wesentlich höher als der Steuervorteil absetzbar. Läuft es als getrennt lebend hat man eh die schlechtere Steuerklasse und kann Unterhaltszahlungen geltend machen. Ausserdem gibt es ja auch so was wie Scheidungsfolgevereinbarungen usw. Diejenigen, die sich hier über das Steuerthema aufregen sollten sich vielleicht erstmal erkundigen wie das läuft und dann auch mal das mit der Progression usw. durchrechnen ob da wirklich irgendwelche Vorteile übrig bleiben. Fakt ist: verheiratet bleiben, auch wenn man kein Paar mehr ist, hat alleine in Bezug auf die Kinder erhebliche Vorteile sofern man nicht im Streit auseinander geht und man noch miteinander reden kann....fragt mal die Geschiedenen mit gemeinsamem Sorgerecht welche Probleme die und deren Kinder teilweise dadurch haben...ausserdem wird man damit auch seiner Verantwortung gerecht find ich zumindest. Ausserdem bei dem Scheidungsrecht das wir haben, das meist zum Nachteil der Männer z.B. bzgl. Unterhalt für die Frau zum tragen kommt, braucht man sich nicht wundern. Grössere Probleme hat damit eher der neue jeweilige Partner, der das akzeptiert und gerade z.B. Versorgungstechnisch bzw. im Krankheitsfall absolut im Nachteil ist. Das sollte eher mal geregelt bzw. erheblich vereinfacht werden. Ich finde es jedenfalls ok, weil das ist das Thema derjenigen, die in dieser Form leben und solange dieser Personenkreis damit klar kommt müssen sich andere darum keine Gedanken machen. Vielleicht gibt das uns Deutschen die Möglichkeit, das angestaubte konservative Familienrecht in Deutschland mal schnellstens zu überdenken und zu entrümpeln. Und wenn sogar der Vorsitzende des Zentralrats der Katoliken!!!!! sagt, das das die Angelegenheit von Hr. Gauck sei und akzeptiert werden müsse, sagt das ja allein schon viel aus
Ich finde es schön, dass wir offensichtlich keine anderen Probleme als den Beziehungsstatus von Herrn Gauck haben, über die man sich Gedanken machen muss. Dann hat sich das ganze Gerede über die wankende Eurozone wohl nur als Gerücht entpuppt. Klasse. Meine Güte...wie naiv ist es bitte im Bereich von Politik nach Moral oder Anstand zu suchen? Es war schon immer ein schmutziges Geschäft und wird es auch immer sein. Diesmal wird zum Glück schon im Vorfeld der Wahl im Schlamm nach Skandalen gegraben und nicht erst, wenn es in den Nachrichten etwas seichter wird. Das steigert den Unterhaltungswert.
Willkommenn im 21. Jahrhundert! Bei der Mehrheit scheint die Ehe, welche ein Leben lang verbindet, nicht mehr zu funktionieren. Diese Erfahrung hat Herr Gauck ja schon hinter sich. Wegen Gott muss er nicht noch einmal heiraten auch ich empfinde keinen Wunsch,da er ja schon seinen Bund gebrochen hat.Waren früher alles Heuchler? Ist man heute mit wechselnden Beziehungen glücklicher? Ich bin seit 12 Jahren glücklich verheiratet.
das hätte es bei adenauer und erhardt nicht gegeben. wenn die dame charakter hat, tritt sie bei öffentlichen auftritten nicht als first lady auf. gehen denn alle werte verloren?
Mal ganz abgesehen von impertinenten Politikerforderungen, die das Privatleben eines Menschen betreffen, geht es ja nicht nur um Hn. Gauck, sondern auch um seine Lebensgefährtin. Immerhin hat diese ja auch ein Wort mitzusprechen. Ich finde es nur erschreckend, daß jeder Politiker eine Stimme in der Öffentlichkeit hat und seine Meinung einfach in die Welt posaunen kann. Nach den Recherchen des Artikels ist der Herr ja als extrem konservativ bekannt - wäre es da nicht bereits im Vorfeld Aufgabe seiner Partei gewesen, ihn zu bremsen? Und somit auch Schaden von seiner Partei abzuwenden?
Bei dauernd getrennt lebenden Ehegatten besteht nicht die Möglichkeit einer Zusammenveranlagung, also gibts insoweit auch kein Steuerprivileg nachzulesen in § 26 Abs. 1 EStG. Allenfalls können in gewissen Höchstgrenzen Unterhaltszahlungen steuerlich geltend gemacht werden, wenn der andere Ehegatte diese versteuert. Das ist aber auch bei Geschiedenen so. M. a. W.: Durch den Fortbestand der Ehe erzielt Herr Gauck ganz sicher keine ungerechtfertigten Steuervorteile!