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Tierische Einreise-BestimmungenMit Haustieren auf Reisen

04.03.2014, 18:30 Uhr

Immer, wenn der Urlaub vor der Tür steht, stellt sich die Frage: Wohin mit den Vierbeinern? Manchmal lässt es sich eben nicht vermeiden, dass man sein Haustier mit in die Ferien nimmt. Doch das kann für alle Beteiligten ganz schön stressig werden. Denn fast jedes Reiseland hat unterschiedliche Einreise-Bestimmungen. Also: besser gut vorbereiten und wir helfen jetzt dabei!

Er ist der beste Freund des Menschen - Herrchens coolster Kumpel, Frauchens treuester Begleiter und liebster Spielgefährte der Kinder – der Hund. Längst nicht mehr nur ein Haustier, sondern vielmehr vollwertiges Familienmitglied. Und immer mehr möchten auch im Urlaub auf ihren vierbeinigen Freund nicht verzichten – schließlich leben rund 12 Millionen Deutsche mit mindestens einem Hund unter einem Dach.

Einfuhr-Bestimmungen für Haustiere

Auch unsere Reporterin Catja Stammen möchte ihren Hund Manchego in den Ferien mit ins Ausland nehmen. Als erstes sucht sie deshalb die Tierärztin auf. Zunächst wird der Hund einmal komplett durchgecheckt, denn Voraussetzung für den Transport: er muss gesund sein. Die Reise soll in sein Heimatland Spanien gehen – allerdings nicht mit dem Auto sondern per Flugzeug. Aber wird der Hund das auch verkraften? "Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt Hunde, die nehmen das cool. Ich habe viele Hundehalter, die ganz oft mit ihren Tieren fliegen ohne Probleme. Aber es gibt bestimmt auch Hunde, wo ich sage, das würde ich ihm nicht antun. Ist ganz individuell.", erklärt Tierärztin Katja Berghaus.

Um überhaupt ins Ausland reisen zu können brauchen Hunde, Katzen und Frettchen den sogenannten Haustierpass. Er beinhaltet Informationen über Herkunft, Alter und Impfungen des Tieres. Und auch die Nummer des Mikro-Chips steht im Pass, denn anhand der Nummer können die Tiere überall identifiziert werden. Ebenfalls Pflicht ist eine gültige Tollwutimpfung – in der Regel muss sie einmal im Jahr erneuert werden.

Jedes Land – auch innerhalb der EU - hat seine eigenen Einfuhr-Bestimmungen, deshalb ist es wichtig, sich vorab ganz genau danach zu erkundigen, denn sonst darf das Haustier unter Umständen gar nicht erst einreisen.

Die passende Airline

Als nächstes - die Suche nach der passenden Airline. Denn nicht jede Fluggesellschaft nimmt Tiere mit. Billigflieger wie Easyjet oder Ryanair zum Beispiel erlauben gar keine Haustiere an Bord. Im Internet oder im Reisebüro erfährt man aber, wer hundekompatible Airlines sind. Und dann gelten im Groben folgende Regelungen: Bis zu einem Gewicht von 6 Kilo dürfen Bello und Co mit Herrchen und Frauchen in der Flugkabine reisen, für durchschnittlich 30 Euro pro Strecke. Allerdings nicht auf dem Schoß, sondern in einer speziellen Tragetasche oder kleineren Transportbox.

Schwerere, größere Hunde können als Übergepäck zum eigenen Ticket dazu gebucht werden - sie fliegen dann in einer Transportbox im Laderaum mit. Je nach Airline kostet eine Strecke innerhalb Europas um die 75 Euro, für Langstreckenflüge muss man das Doppelte hinblättern. Ganz wichtig ist es, Hunde rechtzeitig an die Transportbox zu gewöhnen, damit sie die Angst vor der Kiste verlieren.

Übrigens das Gleiche gilt auch für Reisen mit dem Auto. Die Tiere sollten nicht im Kofferraum frei umherlaufen können sondern auch in einer Box transportiert werden – oder aber mit speziellen Anschnallgurten auf der Rückbank festgemacht werden.

Bei langen Strecken aber ist Fliegen für Tiere die bessere Alternative, meint Amtstierärztin Dr. Andrea Göbel von der Tiergrenzkontrollstelle Hessen: "Das ist weniger anstrengend als im Auto, wo die Tiere immer mit Kurven, dann Gas geben und Bremsen ausgesetzt sind. Das ist körperlich weniger anstrengend."

Luxusklasse für Haustiere

Und wer seinen Liebling nicht als Übergepäck mitnehmen möchte, der hat die Möglichkeit, ihn über die Animal Lounge der Lufthansa Cargo am Frankfurter Flughafen zu verschicken. Die Animal Lounge gilt als die größte und modernste Tierstation der Welt. Hier werden nicht nur Katzen und Hunde abgefertigt. Auch Pferde, Frösche, Zierfische, Affen, Reptilien und so weiter – insgesamt rund 110 Millionen Tiere im Jahr. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen.

Ob Miami, Bahrain, Dubai oder Seattle – die Vierbeiner fliegen von hier aus in die ganze Welt. Bis zum Check-in werden sie fachmännisch versorgt von Tierpflegern – Streicheleinheiten gibt’s inklusive.

Die Boxen der Tiere werden zusammengestellt, sicher befestigt und dann auf einer Palette zum Flugzeug gebracht. Immer erst kurz vor dem Abflug, damit sie nicht zu lange auf dem Vorfeld warten müssen. Denn das ist der Unterschied zu einem Tier, das als Übergepäck gebucht wurde – wie dieser Hund hier zum Beispiel. Er musste mit den übrigen Koffern schon länger auf seine Verladung warten. Allerdings ist per Cargo zu reisen auch deutlich teurer, so kosten Hunde in die USA um die 800 Euro.

Aber es geht auch noch luxuriöser: Bei der Airline FlyVictor heißt es: Pelzklasse fliegen: Hier bekommen die Hunde im gecharterten Düsenjet einen eigenen Sitz zugeteilt. Der kostet dann zwar genau so viel wie der Platz von Herrchen, aber für den treuesten Freund des Menschen ist das Beste eben oftmals gerade gut genug.

Quelle: ntv.de