Mittwoch, 19. Mai 2010
Bis zu 2000 Annullierungen täglich: Griechischer Tourismus leidet
Griechenlands Ruf als Urlaubsparadies leidet: Infolge der gewaltsamen Proteste gegen das Sparprogramm der Regierung annullieren Tausende Hotelgäste ihre Reservierungen.
Das Schuldendrama wirft dunkle Schatten auf das Urlaubsland Griechenland.
(Foto: picture alliance / dpa)
Die jüngsten Ausschreitungen mit drei Toten in Athen haben zu einem dramatischen Rückgang des Tourismus geführt. Seit dem 5. Mai, als drei Menschen in einer Bank im Zentrum Athens den Tod fanden, sind nach offiziellen Angaben der Hotelierkammer der griechischen Hauptstadt tausende Annullierungen eingegangen. "Wir haben täglich fast 2000 Zimmer, die annulliert werden", sagte Reportern der Präsident der Hotelierkammer Athens, Giorgos Tsakiris.
Auch auf den Inseln, wo es gar keine Ausschreitungen gab, seien die Reservierungen stark zurückgegangen - auf Rhodos um die 18 Prozent und auf Kreta etwa um zehn Prozent, hieß es. Die Hoteliers führen den Rückgang teils auf die schlimmen Szenen aus Athen, teils auf die schlechte Finanzlage und teils auch auf extrem negative und hämischen Berichte in der Presse in Deutschland zurück. "So was haben wir noch nie erlebt", sagte der Hotelier Kostas Spyropoulos aus der Hafenstadt Patras.
dpa
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