Mittwoch, 29. April 2009
Bars, Theater, Maya-Bauten zu: Mexikos Tourismus liegt lahm
Der Ausbruch der Schweinegrippe in Mexiko legt den Tourismus im Land zunehmend lahm. Wegen der gefährlichen Infektionskrankheit blieben die archäologischen Stätten im Land bis auf Weiteres geschlossen, teilte das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte in Mexiko-Stadt mit.
Die Anordnung gilt unter anderem für weltberühmte Bauwerke der Azteken und Maya. Touristen sollten den Sehenswürdigkeiten lieber virtuell einen Besuch via Internet abstatten, hieß es. In Mexiko-Stadt blieben alle Bars, Cafs, Restaurants, Sportstätten, Kinos und Theater geschlossen.
Wegen der Schweinegrippe bieten in Deutschland und in anderen Ländern immer mehr Reiseveranstalter an, Reisen nach Mexiko zu stornieren oder zu verschieben. Mehrere internationale Kreuzfahrt-Unternehmen in Miami setzten ihre Fahrten nach Mexiko vorerst aus.
Reisewarnungen
Das Auswärtige Amt in Berlin rät derzeit von Reisen nach Mexiko ab. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier empfahl Bundesbürgern, auf nicht unbedingt notwendige Reisen in das zentralamerikanische Schweinegrippe-Gebiet zu verzichten.
EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou riet ebenfalls zum Verzicht von Reisen in von der Krankheit betroffene Regionen. Die Gesundheitsminister der 27 EU-Staaten wollen am Donnerstag zu einem Krisentreffen zusammenkommen.
Auch die USA und Großbritannien warnen ihre Bürger angesichts des Ausbruchs der Schweinegrippe nun vor Reisen nach Mexiko. Alle nicht unbedingt notwendigen Besuche in dem Nachbarland sollten unterlassen werden, erklärte das US-Außenministerium in Washington.
Das britische Außenministerium gab bekannt, die Visaabteilung in der Botschaft in Mexiko-Stadt habe ihre Arbeit vorerst unterbrochen. Briten, die sich in Mexiko aufhielten, sollten eine Ausreise erwägen.
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