Mittwoch, 09. April 2008
Mit Karte, ohne Rad, im Inland: Onlineticket nicht für alle
Die Bahn hat eine Servicegebühr für den Versand von Online-Tickets eingeführt, doch nur 15 Prozent der Ticketeinnahmen erwirtschaftet der Bahnkonzern durch den Online-Verkauf. Denn nicht alle Zugreisende sind in der bequemen Position, ihre Fahrkarten online zu kaufen. Dazu müssen Bahnkunden nämlich mehr mitbringen als einen Internetanschluss.
"Man muss in jedem Fall Besitzer einer Bahncard oder einer Kreditkarte sein, wenn man über das Internet bestellen will", bestätigte Heidi Tischmann, Projektleiterin der Schlichtungsstelle Mobilität in Berlin. Über die Bahncard oder die Kreditkarte erhalte die Bahn eine Identifikationsnummer, die einen Online-Kauf erst ermöglicht.
Weder ins Ausland, noch mit Fahrrad
In bestimmten Fällen ist der Kartenkauf übers Internet überhaupt nicht möglich. Für Fahrten ins Ausland gebe es generell nur am Schalter Karten, sagte Tischmann. Auch wer sein Fahrrad mitnehmen möchte, muss auf den Online-Kauf verzichten. Außerdem gebe es online nur eigene Karten. Wer beispielsweise Karten für seine Kinder benötigt, könne diese nur am Automaten oder Schalter erwerben.
Wer Karten online kauft, kann diese entweder zu Hause selbst ausdrucken oder sie sich mit der Post schicken lassen. Der DIN-A4-Ausdruck am PC dient als Kaufbeleg und ist dem Schaffner während der Fahrt vorzuzeigen. Für den Postversand erhebt die Bahn jedoch seit Anfang April eine Gebühr von 3,50 Euro.
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