Das Schloss beherbergt den Landtag und ein Museum.
(Foto: dpa)
Mittwoch, 08. September 2010
Schweriner Märchenpalast: Schloss soll Welterbe werden
Nach Wismar und Stralsund strebt nun auch Schwerin einen der begehrten Plätze auf der Unesco-Welterbeliste an. Mit seinem märchenhaften Schloss, das neben Neuschwanstein in Bayern als Paradebeispiel des Historismus gilt, will die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns Aufnahme in das Welterbe finden.
Bei ihren Bestrebungen kann die Stadt auf die Unterstützung der Landesregierung bauen. In einer am Dienstag unterzeichneten Vereinbarung sichert das Land zu, die Hälfte der etwa 400.000 Euro teuren Bewerbung zu zahlen. "Die Erlangung des Titels Welterbe der Unesco wäre ein Gewinn für das Schloss, die Stadt Schwerin und das Land Mecklenburg-Vorpommern", so Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider.
Für den 7. Oktober ist ein Kolloquium zu den Erfolgsaussichten des Schlosses geplant. Es wurde vor gut 150 Jahren in seiner heutigen Gestalt eingeweiht, Vorgängerbauten sind jedoch wesentlich älter. Das Schloss war lange die Residenz der mecklenburgischen Herzöge und Großherzöge. Seit 1990 ist das in Teilen als Museum genutzte Schloss auch Sitz des Landtags. Für die Bundesgartenschau 2009 wurden große Teile des Schlossparks umgestaltet oder restauriert.
abe/dpa
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