Mittwoch, 06. Mai 2009
"Bester Job der Welt": Sieger steht fest
Ein Engländer hat sich den angeblich besten Job der Welt auf einer Insel in Australien geangelt. Ben Southall (34) setzte sich bei der Aktion, einer Werbekampagne der Tourismusbehörde von Queensland, gegen 34.000 Bewerber durch, teilten die Organisatoren mit. Er schlug in den vergangenen drei Tagen 15 Finalisten, darunter Mirjam Novak (28) aus Erlangen (Bayern).
Southall, der im normalen Leben unter anderem Spendenaktionen für Wohltätigkeitsverbände organisiert, wird ab 1. Juli sechs Monate auf der Insel Hamilton auf dem Great Barrier Reef leben, schnorcheln, faulenzen und in einem wöchentlichen Blog über sein Leben berichten. Dafür bekommt er umgerechnet 75.000 Euro und eine Luxuswohnung.
Unter den 16 Finalisten waren neben der Studentin und Schauspielerin Novak und Southall unter anderem eine niederländische Fotografin, eine japanische Rezeptionistin, ein indischer Radio-DJ und eine Übersetzerin aus Taiwan.
Die Tourismusbehörde von Queensland war von der Resonanz auf die Aktion völlig überwältigt. Nach Angaben von Anthony Hayes von der Behörde hat der Werbefeldzug bereits freie Publicity im Umfang von mehr als 50 Millionen Euro erzeugt.
Novak findet Paradiesinsel auf Dauer langweilig
Die im Finale um den "besten Job der Welt" auf einer australischen Paradiesinsel unterlegene Deutsche Mirjam Novak glaubt, den Sieg unter den 16 Kandidaten nur knapp verpasst zu haben. "Ich war wohl nah dran. Mir wurde gesagt, dass sich die Jury die Entscheidung nicht leicht gemacht hat", sagte sie der Zeitschrift "Stern". Mit dem Briten Ben Southall habe aber "definitiv" ein würdiger Kandidat gewonnen. "Er war ein super Kandidat und wird bestimmt auch ein super Ranger sein."
Trotz des paradiesischen Umfelds mit herrlichem Wetter hält Novak die Hamilton Islands dauerhaft aber nicht für den Traum-Lebensort. Für sechs Monate wäre es für sie okay gewesen, dort zu sein. "Auf Dauer eher nicht, dafür sind die Inseln dann doch zu klein, ist zu wenig los."
Die neben ihrem Studium als Schauspielerin arbeitende Novak glaubt, selbst womöglich auch Profit aus ihrer Finalteilnahme ziehen zu können. Ihr Australien-Abenteuer könne durchaus förderlich sein, sagte sie. "Ich hatte in den vergangenen Wochen mehr Anfragen und Kontakte zu Castingagenten." Sie werde nun zunächst auf Einladung der Veranstalter zusammen mit dem australischen Kandidaten James noch eine Woche durchs australische Outback reisen. "Meer und weißen Strand habe ich ja nun gesehen. Jetzt geht es zu den roten Felsen." Anschließend werde sie sich noch weiter bis Ende Mai in Australien aufhalten.
dpa; AFP
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