Die FIFA und der FringsBlatter unzufrieden
Joseph S. Blatter hat im Fall des nachträglich gesperrten deutschen Fußball-Nationalspielers Torsten Frings Fehler im Ablauf eingeräumt.
Joseph S. Blatter hat im Fall des nachträglich gesperrten deutschen Fußball-Nationalspielers Torsten Frings Fehler im Ablauf eingeräumt. "Das nehme ich auf meine Kappe. Da haben wir Nachholbedarf", sagte der Präsident des Weltverbandes FIFA.
Obwohl die Disziplinarkommission 72 Stunden Zeit hat, um auf Vorfälle in einem Spiel zu reagieren, habe die Auswertung der Fernsehbilder zu lange gedauert. "Bei so einem wichtigen Spiel wie dem Halbfinale sollte eine Entscheidung früher als erst einen Tag vor dem Spiel ergehen", erklärte Blatter.
Die Ermittlungen gegen Frings waren erst am Sonntagnachmittag eingeleitet worden, mehr als 40 Stunden nach dem Viertelfinale gegen Argentinien. Am Vormittag hatte die FIFA zudem noch erklärt, es werde gegen keinen deutschen Spieler ermittelt. Offensichtlich hatte die Disziplinarkommission die TV-Bilder des Tumultes nach dem Elfmeterschießen nicht gründlich genug analysiert.
Frings wurde wegen eines Faustschlags zu zwei Spielen Sperre verurteilt. Da der Bremer vorher provoziert worden war, wurde das zweite Spiel zur Bewährung ausgesetzt. Das Strafmaß der unabhängigen Disziplinarkommission wollte Blatter nicht kommentieren, meinte aber: "Grundsätzlich war das Verfahren richtig.