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AutoExperte: Carsharing kommt raus aus der Öko-Ecke

24.09.2012, 16:18 Uhr
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Wiesbaden (dpa) - Früher war Carsharing was für Ökos, heute geht's ums Zweitauto. Das erläutert der Studienleiter des Carsharing-Barometers, Tobias Schäfers, im Gespräch.

Wiesbaden (dpa) - Früher war Carsharing was für Ökos, heute geht's ums Zweitauto. Das erläutert der Studienleiter des Carsharing-Barometers, Tobias Schäfers, im Gespräch.

Carsharing ist nach Ansicht von Experten im Wandel begriffen. Die Motivation der Nutzer habe sich in den vergangenen Jahren grundlegend geändert, sagt der Studienleiter des Carsharing-Barometers des Automotive Institute for Management (AIM) in Wiesbaden, Tobias Schäfers. «Früher stand beim Carsharing das Verzichtsmotiv im Vordergrund, heute spielen Komfort und Flexibilität eine größere Rolle.»

«Wir sehen momentan, dass sich der Markt stark entwickelt», sagt Schäfers. Eine von ihm geleitete Studie (Juli 2012) zeigt, dass sich mehr als die Hälfte der Befragten vorstellen kann, Carsharing in Zukunft zu nutzen. «Viele Automobilhersteller haben das Marktpotenzial erkannt und drängen auf den Carsharing-Markt», erklärt Schäfers. Carsharing sei nicht mehr nur ein Ersatz für das eigene Auto, sondern oftmals auch eine Ergänzung. «Je nach Bedarf kann man zusätzlich ein Cabriolet oder einen Umzugswagen nutzen.»

«Die Anfänge des Carsharing gehen zurück auf Nachbarschaftsinitiativen der 80er Jahre», sagt Schäfers. Sie verfolgten eine klar ökologische Zielsetzung: «Es ging vor allem darum, das eigene Auto überflüssig zu machen.» In den letzten zwei Jahren habe sich der Carsharing-Markt aber aus der Ökonische heraus bewegt.

Nicht nur die Motivation der Nutzer, auch die Konzepte änderten sich grundsätzlich. Bisher musste man ein Auto oft an einer bestimmten Station abholen und auch wieder abgeben. «Bei neueren Carsharing-Angeboten muss man weder reservieren noch das Auto an bestimmten Stationen abholen und abstellen.»

Quelle: ntv.de, dpa

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