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Monarchien: Spanischer Royal soll Millionensumme hinterlegen

Palma de Mallorca (dpa) - Iñaki Urdangarín (44), Schwiegersohn des spanischen Königs Juan Carlos, soll wegen seiner mutmaßlichen Verwicklung in eine Finanzaffäre vor Gericht eine Sicherheit von rund 4,1 Millionen Euro hinterlegen.

Diesen Antrag stellte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch beim zuständigen Ermittlungsrichter José Castro in Palma de Mallorca. Die Summe soll für den Fall einer Verurteilung des Ehemanns der Königstochter Cristina die zivilrechtliche Haftung abdecken.

Der frühere Handball-Star steht im Verdacht, als Leiter einer gemeinnützigen Stiftung zusammen mit einem Geschäftspartner knapp sechs Millionen Euro Steuergelder unterschlagen zu haben. Der mutmaßliche Komplize soll nach dem Antrag der Staatsanwaltschaft ebenfalls eine Sicherheit von 4,1 Millionen Euro hinterlegen.

Urdangaríns Anwalt Mario Pascual Vives sagte, er wisse nicht, ob sein Mandant die geforderte Summe aufbringen könne. Der vor einem Jahr aufgedeckte Skandal bedeutete für das Ansehen des Königshauses den schlimmsten Rückschlag in der jüngeren Geschichte. Juan Carlos entschied, dass Cristina und ihr Mann bis auf weiteres keine offiziellen Termine mehr für das Königshaus wahrnehmen.

Die Festsetzung einer Sicherheit für eine mögliche zivilrechtliche Haftung gilt nach spanischem Recht als einer der letzten Schritte vor einer Anklage-Erhebung und der Eröffnung eines Prozesses.

Quelle: n-tv.de