Wirtschaft
(Foto: REUTERS)

Rückkehr in Gewinnzone: AIA-Börsengang hilft AIG

AIG lässt die Krise hinter sich. Dank des erfolgreichen Börsengangs der Asien-Tochter AIA verdient der in der Krise mit 182 Mrd. Dollar gerettete Versicherungsriese unterm Strich einen Milliardenbetrag. Zudem fallen kaum mehr Kosten für die Sanierung des Konzerns ins Gewicht.

Der gestrauchelte US-Versicherungsriese AIG verdient nach seinem fortgeschrittenen Umbau wieder Geld. Im zweiten Quartal blieben unterm Strich 1,8 Mrd. Dollar (1,3 Mrd. Euro) übrig, wie der Allianz-Konkurrent mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatten Belastungen aus abgestoßenen Firmenteilen noch zu einem Verlust von 2,7 Mrd. Dollar geführt.

"Die Ergebnisse des zweiten Quartals zeigen die harte Arbeit der Beschäftigten in allen Bereichen", sagte Firmenchef Robert Benmosche. AIG musste dieses Mal kaum Kosten verkraften, die mit der Sanierung in Verbindung stehen. Im Gegenteil: Der Konzern profitierte vom Börsengang seiner Asiensparte AIA, an der die Amerikaner weiterhin beteiligt sind. Weil sich die Aktien gut entwickelten, verbuchte AIG einen Buchgewinn von 1,5 Mrd. Dollar.

Das verbliebene Versicherungsgeschäft der zwei Töchter SunAmerica und Chartis schwächelte jedoch. Sie verdienten beide weniger Geld als im Vorjahreszeitraum. Nachbörslich lag die Aktie leicht im Minus.

AIG hatte während der Finanzkrise den höchsten Jahresverlust der US-Wirtschaftsgeschichte angehäuft: 99,3 Mrd. Dollar. Der einst weltgrößte Versicherer hatte sich auf dem Häusermarkt verspekuliert und musste vom US-Steuerzahler mit 182 Mrd. Dollar gerettet werden - das war die teuerste Rettungsaktion in der Finanzkrise. Durch den Verkauf von Tochtergesellschaften stotterte AIG seine Schulden nach und nach ab. Der Staat ist aber noch mit 77 Prozent beteiligt.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen