Freitag, 04. Dezember 2009
Jet-Leasing-Tochter soll weg: AIG auf Käufersuche
Der US-Versicherer AIG die Fühler für einen Verkauf seiner Flugzeugleasing-Tochter ILFC ausgestreckt. Kontakt sei unter anderem mit den Finanzinvestoren Carlyle, Terra Firma Capital Partners und TPG aufgenommen worden, verlautete aus dem Umfeld des Konzerns.Diese Firmen hätten zuvor bereits Interesse an der weltgrößten Flugzeugleasing-Gesellschaft signalisiert. Inzwischen interessiert sich eine Gruppe um den Chef der International Lease Finance Corp (ILFC), Steven Udvar-Hazy, für einen Teil der Flugzeugflotte.
Den Angaben zufolge beläuft sich die Offerte auf vier Mrd. Dollar für etwa zehn Prozent der ILFC-Jet-Sparte. Einzelheiten zur Zukunft von ILFC würden in den kommenden sieben bis zehn Tagen erwartet; ein Abschluss könne aber noch Wochen dauern.
Als Grund für die Bietersuche wurden unterschiedliche Möglichkeiten genannt: Einem Eingeweihten zufolge würde die US-Regierung, der AIG zu 80 Prozent gehört, lieber einen Teil von IFCL selbst verkaufen als nur die von Udvar-Hazy anvisierte Flotte. Laut einem anderen Kenner der Vorgänge gehe es eher darum, dem "Buyout"-Gebot des Managements weitere Offerten gegenüberzustellen.
Die Schweizer Bank Credit Suisse habe dem erfolgreichen Bieter eine Finanzierung in Höhe von zwei Mrd. Dollar angeboten, hieß es weiter. ILFC ist einer der größten Kunden von Airbus und Boeing und gehört seit 1990 zu AIG. Der Konzern verfügt über eine Flotte von rund 1000 Jets mit einem Buchwert von rund 40 Mrd. Dollar.
AIG trennt sich derzeit weltweit von Geschäftsbereichen, um milliardenschwere Staatshilfen zurückzuzahlen. Im Zuge der Finanzkrise war AIG an den Rand des Zusammenbruchs geraten.
wne/rts
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