Rote ZahlenAOL hinkt hinterher
Das Internet-Unternehmen AOL kommt auch im zweiten Quartal auf keinen grünen Zweig. Der Umsatz ist rückläufig; an Gewinn ist derzeit gar nicht zu denken.
Der einstige Internet-Liebling AOL kann an seine früheren Erfolge nicht mehr anknüpfen. Trotz immenser Investitionen ging der Umsatz im zweiten Quartal um acht Prozent auf 542 Millionen Dollar zurück, wie das 2009 vom Medienkonzern Time Warner abgespaltene Unternehmen mitteilte.
Überraschend blieb AOL mit zwölf Millionen Dollar in den roten Zahlen hängen. Analysten hatten mit einem Gewinn gerechnet. Im Vorjahreszeitraum lag AOL wegen Abschreibungen sogar mit knapp 1,1 Milliarden Dollar im Minus.
Die Werbeeinnahmen hatten sich zuletzt positiv entwickelt und um fünf Prozent zugelegt. Analysten hatten jedoch deutlich mehr erwartet. Daher stürzte die Aktie ab und büßte 19 Prozent an der Wall Street ein.
AOL stellte im Juli seinen Vertrieb neu auf, um sich gegen Konkurrenten wie Google, Facebook und Twitter besser behaupten zu können. Zuletzt machte AOL vor allem mit Käufen außerhalb des klassischen Internetgeschäfts von sich reden. Der Konzern übernahm die angesehene US-Onlinezeitung "The Huffington Post" und kaufte das lokale Nachrichtenportal "Patch".