Mittwoch, 18. November 2009
Sammelklage in Österreich?: AWD droht Ungemach
Flotter Spruch an der AWD-Zentrale in Hannover.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Der Finanzberatungsgesellschaft AWD droht in Österreich eine der größten Sammelklagen in der Geschichte der Alpenrepublik. Durch systematische Fehlberatungen soll der AWD etwa 2500 Immofinanz-Anleger um insgesamt 30 Mio. Euro gebracht haben.
Das Handelsgericht in Wien entschied nun, dass die vom österreichischen Verein für Konsumenteninformation (VKI) eingebrachte Sammelklage gegen den AWD Österreich zulässig ist, berichteten österreichische Medien. Jetzt will das Gericht die Vorwürfe der Anleger inhaltlich prüfen, hieß es.
Die ehemaligen Kunden werfen dem Unternehmen vor, sie falsch beraten zu haben. Die AWD-Berater hätten ihnen zum Kauf von Immofinanz- und Immoeast-Aktien geraten, die jedoch im Zuge der Finanzkrise stark an Wert verloren.
Die Manager der beiden Finanzkonzerne standen unter dem Verdacht der Manipulation von Bilanzen, des Betrugs und der Untreue. Allein die Immofinanz hatte sechs Milliarden Euro Schulden bei anderen Banken. Wenn das Verfahren gewonnen wird, geht der VKI davon aus, dass die Kläger im Durchschnitt 70 bis 80 Prozent der verlorenen Summe zurückerhalten.
wne/dpa
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