Erste Tranche für SoffinAareal Bank stottert Hilfe ab
Der internationale Immobilienspezialist beginnt früher als angekündigt mit der Rückführung seiner erhaltenen Staatshilfe. Bisher war ein Beginn der Rückführung zum Jahresbeginn 2011 anvisiert worden.
Die Aareal Bank zahlt dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) 150 Mio. Euro zurück und damit einen Teil der Stillen Einlage aus dem vergangenen Jahr. Wie der Immobilienfinanzierer mitteilte, beginnt die Rückführung der Einlage des Bundes damit früher als zunächst mit Anfang 2011 geplant. Die Zustimmung der Bankenaufsicht BaFin liege vor.
Insgesamt hat die Bank aus Wiesbaden 525 Mio. Euro aus dem Bankenrettungsfonds erhalten. Offen ließ die Aareal Bank, wann mit weiteren Rückzahlungen zu rechnen ist. Vorstandsvorsitzende Wolf Schumacher wertete die vorgezogene Rückzahlung als "klaren Beleg für die Stärke unseres Hauses".
Erhöhung der Flexibilität
Im Gegenzug will die Aareal Bank den offenen Garantierahmen des Bundes über 2,0 Mrd. Euro ausnutzen. Die Platzierung einer Anleihe am Markt sei allerdings vorerst nicht geplant. Die Maßnahme habe rein vorsorglichen Charakter, versicherte ein Sprecher des Instituts. Die Bank erhalte sich auf diese Weise ein Maximum an finanzieller Flexibilität.
Die Kosten für den Garantierahmen und die Ersparnis für die Rückführung der Stillen Einlage glichen sich in etwa aus, sagte der Sprecher. Der Garantierahmen ist auf drei Jahre angelegt. Bis zum Jahresende hätte die Aareal Bank dem Sprecher zufolge Zeit gehabt, seine Inanspruchnahme zu erklären.
Per Ende März kam die Aareal Bank nach dem Kreditrisiko-Standardansatz (KSA) auf eine Kernkapitalquote von 11,2 Prozent. Berücksichtigt man die jetzige Teilrückzahlung der Stillen Einlage an den Soffin läge sie bei 10,5 Prozent.