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Wirtschaft

Freitag, 28. August 2009

90.000 Arbeitsplätze in Gefahr: Abwrack-Aus bedroht Händler

In der deutschen Autoindustrie sollen einer Studie zufolge trotz staatlicher Hilfen mehr als 90.000 Arbeitsplätze in Gefahr sein. Die viel gelobte Abwrackprämie könnte die Probleme am Ende nur in die nahe Zukunft verlagern.
Was kommt nach dem "Preishit"?

Was kommt nach dem "Preishit"?
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Das Ende der Abwrackprämie werde die Zahl der Pleiten in der Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette deutlich steigen lassen, hieß es in einer Untersuchung der Unternehmensberatung Roland Berger.

Besonders prekär ist die Lage demnach für die Autohändler, obwohl diese im laufenden Jahr dank der Abwrackprämie sogar mehr Autos verkaufen werden als im Jahr zuvor.

Dies sei ein Vorzieh-Effekt, sagte Ralf Landmann, Partner von Roland Berger und Autor der Studie. Dieser geförderte Effekt werde die Händler nun wie ein Bumerang treffen. "Wenn die Abwrackprämie ausläuft, ist fast jeder zweite deutsche Händler akut von Insolvenz bedroht." Bis zu 30.000 Stellen könnten wegfallen.

Angst im Showroom

Landmann zufolge bedrohen Nachfragerückgänge und sinkende Renditen dabei "leider vor allem die großen Händlergruppen, die in den vergangenen Jahren eigentlich alles richtig gemacht haben".

Ausgerechnet die Unternehmen, die viel Geld in das eigene Wachstum investiert hätten, litten nun unter der Kreditklemme und müssten um ihre Existenz bangen, sagte er der "Welt".

mmo/dpa/rts

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